
Melanie Großbölting (Tourist-Info), Julia Tenbruck (Bücherei) und Maria Nehling (Stadtarchiv) hatten zum Tag der offenen Tür nach Anholt geladen. Und viele Besucher nutzten die Chance, überall mal reinzuschauen.
Drei Einrichtungen für unser Zusammenleben
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Martina Hünting, die in der Stadtverwaltung auch für „Zentrale Dienste“ zuständig ist. Zu ihrem Fachbereich gehören die Tourist-Info und das Stadtarchiv. „Die drei Einrichtungen sind jede für sich ein wichtiger Teil unseres Zusammenlebens. Die Tourist-Info gilt als Anlaufstelle für Gäste und Entdecker, die Bücherei als Ort des Wissens, der Fantasie und der Begegnung und das Archiv als Bewahrer unserer Geschichte und Identität“, stellte Martina Hünting bei ihrer kurzen Eröffnungsrede heraus.

Blumenspezialist schreibt Kinderbuch
Die drei Frauen hatten sogar noch überraschende Verstärkung erhalten. Leon Hünting von der Gärtnerei Brandkamp und seine Lebensgefährtin Kim Steiner präsentierten nicht nur verschiedene Blumenarten. Hünting, in der Gärtnerei als Verkaufsleiter tätig und auch für die Ausbildung des gärtnerischen Nachwuchs zuständig, hat ein Kinderbuch mit dem Titel „Das Zauberbuch der Pflanzen“ geschrieben. Darin geht es aber nicht um Märchen oder Geschichten, sondern um eine kindgerechte Anleitung, wie bestimmte Pflanzen gepflanzt werden und was man möglicherweise sogar daraus machen kann – Rezepte inklusive. Das Buch liegt in der Stadtbücherei Anholt aus und ist, wie Leon Hünting erzählte, in einigen Gartencentern auch käuflich zu erwerben.
Bücherei soll attraktiver werden
Julia Tenbruck ist erst seit einigen Monaten hauptamtlich für die Bücherei in Anholt zuständig. Vorher arbeitete sie dort ehrenamtlich. „Ich habe so viele Ideen, wie man die Bücherei wieder attraktiver machen kann“, erzählte sie. Wichtig ist ihr, dass Kinder wieder mehr lesen und deshalb verstärkt in die Bücherei kommen. Aber zunächst steht die Aufarbeitung der Vergangenheit an. Wie die Büchereileiterin berichtet, muss eine genaue Bestandsaufnahme gemacht werden. „Das braucht Zeit“, meinte Julia Tenbruck. Für den Tag der offenen Tür, hatte sie vor der Tür einen kleinen Büchermarkt organisiert. Gegen eine Spende konnten dort Bücher erworben werden.
Es gibt viel zu entdecken
Melanie Großbölting arbeitet in der Tourist-Info und freut sich darauf, Besuchern, aber auch den eigenen Bürgern bei Fragen zu Freizeitmöglichkeiten, touristischen Höhepunkten und der heimischen Gastronomie zur Verfügung zu stehen. „Es gibt hier soviel zu entdecken. Und dabei möchte ich den Menschen helfen“, erklärt die gebürtige Isselburgerin.

Ohne Termin geht meist nichts
Für Beratungen und Hilfen ganz anderer Art steht Maria Nehling bereit. Sie leitet das Archiv der Stadt Isselburg. Da liegt es in der Natur der Sache, dass sich ihre Besucher eher mit Fragen zur Vergangenheit an sie wenden. Dabei handelt es sich in der Mehrzahl zu Fragen von Vorfahren. „Manche möchten einen familiären Stammbaum erstellen und kommen mit Fragen zu ihren Vorfahren zu mir“, erzählt Maria Nehling. Das erfordert dann oftmals eine längerer Recherche. Für Besucher, die selbst alte Unterlagen einsehen möchten, steht ein separater Raum zur Verfügung. „Damit die gewünschten Dokumente dann auch zur Verfügung stehen, muss ein Termin vereinbart werden“, erklärt Maria Nehling.
Insgesamt waren sich alle Beteiligten darin einig, dass der Tag der offenen Tür eine gelungene Veranstaltung war. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit mit Leon Hünting, Melanie Großbölting, Julia Tenbruck und Maria Nehling ins Gespräch zu kommen. In der angrenzenden Eisdiele herrschte Hochbetrieb und die auf dem Markt aufgestellten Liegestühle luden zum Ausruhen ein.
