16 Jahre, kein Führerschein, Cannabis konsumiert, Auto entwendet und zum Ende einer Spritztour nach Flucht vor der Polizei einen Unfall gebaut. Das ist die Kurzfassung einer Polizeimeldung.

Was als nächtliche Spritztour unter Jugendlichen begann, endete in der Nacht zum Mittwoch in einem schweren Verkehrsunfall – und hätte deutlich tragischer ausgehen können. Der Vorfall zeigt auf alarmierende Weise, welche Gefahren vom Fahren unter dem Einfluss berauschender Mittel ausgehen.

16-jähriger Autofahrer flieht vor der Polizei

In der vergangenen Nacht, gegen 01:10 Uhr (29.4.) bemerkte eine Streifenbesatzung auf der Bundesstraße 67 einen mit mehreren Personen besetzten grauen BMW, der aus Richtung Rees kam. Als die Beamten das Fahrzeug kontrollieren wollten, entzog sich der Fahrer der Maßnahme durch plötzliches Beschleunigen. Das Fahrzeug entfernte sich mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Anholt. Nur wenige Minuten später fand die Polizei den Wagen verunfallt im Bereich eines Kreisverkehrs an der Straße Breels.

Flucht endet im Gebüsch

Der Pkw war massiv beschädigt, hatte mehrere Laternen, einen Leitpfosten sowie Grünflächen touchiert und war schließlich im Gebüsch zum Stillstand gekommen. Die Insassen waren vom Unfallort geflüchtet. Einen entdeckten die eingesetzten Beamten kurze Zeit später in einem Gebüsch in unmittelbarer Nähe des Unfallortes. Die weiteren Insassen und der Fahrer wurden im Rahmen der Ermittlungen identifiziert und im Nachgang angetroffen.

Fluchtfahrer wurde leicht verletzt

Beim Fahrer handelt es sich um einen 16-Jährigen – ohne Fahrerlaubnis. Zudem gab er an, vor Fahrtantritt Cannabis konsumiert zu haben. Bei dem Unfall hatte er leichte Verletzungen davongetragen. Für die Fahrt hatte er sich den Wagen seiner Mutter unbemerkt genommen. Die drei Mitfahrer waren ebenfalls minderjährig und im Alter von 14, 16 und 17 Jahren. Nach ersten Erkenntnissen verlor der Jugendliche aufgrund überhöhter Geschwindigkeit, mangelnder Fahrerfahrung und des Drogenkonsums in einer Kurve die Kontrolle über das Fahrzeug. Dass bei diesem Unfall niemand schwer verletzt wurde, grenzt aus Sicht der Einsatzkräfte an Glück. Die Beamten leiteten ein entsprechendes Strafverfahren ein.