Kreis Borken empfiehlt für Kinder und Jugendliche eine Impfung gegen HPV (Symbolbild: Ahmad Ardity/Pixabay)

80 Prozent der Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit den Humanen Papillomaviren (HPV) – häufig ohne es zu bemerken. HPV ist hochansteckend. Durch Sex können sich auch die Partnerin oder der Partner infizieren, wenn man selbst HPV-positiv ist. Dazu gibt der Kreis Borken eine Impfempfehlung heraus.

Einer von fünf männlichen Jugendlichen erkrankt

Die Viren können sowohl bei Frauen als auch Männern im Laufe des Lebens Krebs, u.a. Gebärmutterhalskrebs, Analkrebs oder Krebs im Rachen und Halsbereich, verursachen. „Die HPV-Impfung ist sehr gut wirksam und sehr sicher. Sie schützt Ihre Kinder langfristig, auch als erwachsener Mensch“, erklärt Dr. Julia Folz-Antoniadis, Leiterin der Kinder- und Jugendgesundheit und Gesundheitsförderung des Kreises Borken. „Viele wissen nicht, dass auch Jungen betroffen sind und geimpft werden sollten“, betont sie. Dabei zeigen Studien laut Robert Koch Institut (RKI), dass in Europa etwa einer von fünf männlichen Jugendlichen bzw. Männern ab 15 Jahren mit mindestens einem HPV-Hochrisiko-Typen infiziert ist, der Krebs verursachen kann.

Impfung vor dem ersten Sexualkontakt

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die HPV-Impfung für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren mit zwei Impfdosen – idealerweise vor dem ersten Sexualkontakt. Ab dem Alter von 15 Jahren sind drei Impfdosen für eine Grundimmunisierung notwendig. Eine frühe und rechtzeitige Impfung bietet den besten Schutz.

Weitere Informationen können Eltern beispielsweise im Rahmen der Schuleingangsuntersuchungen beim Kinder- und Jugendgesundheitsdienst (KJGD) des Kreises Borken erhalten. Mehr Informationen zum Thema gibt es zum Beispiel auch auf der Seite des Robert Koch Instituts (RKI) unter https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Impfen/HPV/FAQ-Liste_HPV_Impfen.html sowie beim Kreis Borken unter: https://www.kreis-borken.de/gesundheit