
In gut vier Wochen – am Pfingstwochenende – wird es wieder laut auf der Anholter Schneidkuhle: Es ist Kirmes und das Tambourcorps feiert sein Stiftungsfest. Wie ist der Stand der Vorbereitungen? Gibt es etwas Neues? Bleibt man bei Bewährtem? Fragen, die von der Stadtverwaltung für die Kirmes und vom Tambourcorps für das Stiftungsfest beantwortet wurden.

Artikel vom 16. Dezember 2023
Kirmes wie 2025 – hoffentlich mit besserem Wetter
Auf schriftliche IL-Anfrage nach dem Stand der Kirmesplanung erklärte Selime-Monika Denecke – in der Verwaltung auch für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig – dass die Form der Kirmes in etwa der des Vorjahres gleicht. „Für das Jahr 2026 steht im Vordergrund, die Kirmes in bewährter Form mit den bereits erreichten Verbesserungen umzusetzen“, heißt es in der schriftlichen Mitteilung. Weiter heißt es darin, dass bereits in den vergangenen Jahren eine gesteigerte Attraktivität der Veranstaltung erreicht werden konnte, an die auch in diesem Jahr angeknüpft wird. Darüber hinaus wurden innerhalb der Arbeitsgruppe Ideen zur weiteren Aufwertung, z.B. hinsichtlich zusätzlicher Attraktionen und Einbeziehung von Isselburger Vereine entwickelt. Diese befinden sich aktuell in der Prüfung durch die Verwaltung.

Artikel vom 23. Dezember 2023
Kein Umzug aber ein Zelt mit Terrasse und freier Eintritt
Das Stiftungsfest des Anholter Tambourcorps findet parallel mit der Kirmes am Pfingstwochenende statt. Dort gibt es allerdings wesentliche Neuheiten. Es wird keinen Umzug geben. „Das dazu erforderliche Sicherheitskonzept können wir personell nicht umsetzen, deshalb verzichten wir auf den Umzug“, hatte Geschäftsführer Daniel Willing schon im Vorfeld erklärt. Erfreulich für die Besucher ist aber die Tatsache, dass es im Gegensatz zu den vergangenen Jahren wieder ein Festzelt geben wird. Es wird mit 21 x 8 Meter nicht so groß sein, wie ein Schützenfestzelt, wird aber über eine Außenterrasse über die gesamte Länge verfügen. Für die richtige Partystimmung wird das Bromance-Disco-Team sorgen. Der Eintritt wird an allen Tagen frei sein.
Veranstaltung ist nur gemeinsam machbar
Schon seit Jahrzehnte finden Kirmes und das Stiftungsfest des Tambourcorps an den Pfingsttagen statt. Die Kirmes ist eine städtische Veranstaltung. Beides sind – einzeln betrachtet – kleine Veranstaltungen. Die Beteiligten sind sich darin einig, dass die eine Veranstaltung ohne die andere nicht möglich ist. Deshalb geht es nur gemeinsam. Da die Kirmes zu Beginn der 2020er Jahre stark an Attraktivität verloren hatte, stand sogar die Streichung der Kirmes zur Debatte.

Kleine Schritte sind gemacht
Eine musikalische Protestaktion des Tambourcorps in der Ratssitzung Ende Dezember 2023 war dann wohl ein Weckruf. Danach haben sich einzelne Politiker, Bürgermeister Michael Carbanje und auch der Vorstand des Tambourcorps zu einer Arbeitsgruppe zusammengeschlossen. Ziel ist, die Kirmes wieder attraktiver zu machen. Kleine Schritte wurden bereits gemacht. Dazu gehört auch die Verbesserung der Stromversorgung. Die war notwendig, da die vorhandene Versorgung für stromintensive Fahrgeschäfte nicht ausreichte. Gedankenspiele gehen auch dahin, die Kirmes möglicherweise über die Schneidkuhle hinaus bis zur Isselburger Straße (Restaurant Vinasia) auszudehnen. Ob das angesichts der Sicherheitsproblematik und unter Berücksichtigung von Rettungswegen möglich ist, wird sich zeigen.
