Festumzug
Viele Teilnehmer trugen historisch aussehende Kostüme (©Frithjof Nowakewitz)

Gestern (20.6.) ging die Festwoche in Werth anlässlich der Verleihung der Stadtrechte vor 600 Jahre mit dem großen Festumzug zu Ende. Dabei war es anfangs noch unklar, ob der Zug aufgrund der hohen Temperaturen überhaupt den vorgesehenen Weg nimmt, oder verkürzt werden soll. Die Organisatoren hatten sich dann doch für den angedachten Weg entschieden.

Mehr als 400 Teilnehmer

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Foto: Frithjof Nowakewitz

Es war schon ein buntes Bild, als sich die Teilnehmer auf der Straße Kampkesdeich, angeführt von der Polizei, in Bewegung setzte. Insgesamt nahmen – neben Polizei, Feuerwehr und DRK 28 Gruppen oder Fahrzeuge mit insgesamt rund 400 Personen an dem Umzug teil. Historische Fahrzeuge, wie etwa Frank Graffe mit seinem historischen Opel Diplomat, oder verschiedene Traktoren der Treckerfreunde Werth gehörten ebenso zu den Teilnehmern, wie verschiedene Personen, die sich auf einem Laufrad in den Zug eingereiht hatten. Spielmannszüge aus Anholt, Heelden und Werth sorgten mit ihren musikalischen Einlagen für Unterhaltung. Die Mitglieder des Chor Wert(h)voll trugen unterwegs diverse Lieder vor. Verschiedene Fußgruppen zeigten sich in historischer Kleidung. Mit dabei waren auch Kinder der Isselschule und eine kleine Reitergruppe vom Ponyhof Leiting.

Kaltgetränke von den Zuschauern

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Foto: Frithjof Nowakewitz

Im Streckenverlauf an der Deichstraße, Teppelweg, Vogelhorst, Weidendeich und Pendeweg hatten es sich viele Anwohner mit Sitzgelegenheiten und großen Sonnenschirmen vor ihren Häusern gemütlich gemacht. Sie spendenten den vorbeiziehenden Zugteilnehmer nicht nur viel Beifall, sondern versorgten sie auch mit Kaltgetränken. „Es ist besonders schön zu sehen, dass das ganze Dorf hinter solch einer Aktion steht“, meinte Mitorganisator André Ratering. Das der Zug ströungsfrei verlief ist auch den Sicherungsmaßnahmen zu verdanken. Für die Straßensperrungen sorgte neben der Feuerwehr auch Ralf Jordan, der dafür gleich vier Lkw zur Verfügung stellte.

Radstaak betonte großen Zusammenhalt

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Foto: Frithjof Nowakewitz

Der Zug endete wie geplant an der Stadthalle. Damit war aber die Veranstaltung noch nicht beendet. Nachdem sich die meisten Zugteilnehmer in der Halle mit Kaltgetränken versorgt hatten, übernahm kurz Johann Radstaak das Wort. Dabei sprach er von nicht zu beschreibenden Emotionen und großem Erstaunen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Zudem betonte er den großen Zusammenhalt zwischen Vereinen, Nachbarschaften und privaten Gruppen. „Das Organisationsteam bedankt sich ausdrücklich für die hervorragende Zusammenarbeit mit allen Akteuren für die große Hilfe, für die vielen Ideen und die gemeinschaftsförderden Aktionen“, betonte Radstaak. Bürgermeister Michael Carbanje schloss sich den Dankesreden Radstaak´s an.

Gefeiert bis in den Sonntagmorgen

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Foto: Frithjof Nowakewitz

Wie ging nun der Tag zu Ende? „Spät“, meinte André Ratering mit leicht kratziger Stimme am Sonntag auf telefonische Anfrage. Es wurde bis in den frühen Sonntagmorgen gefeiert. Für die Musik sorgte DJ Kai Merte „Christoph Blecking und ich haben die Stadthalle um 3:30 Uhr am Sonntagmorgen abgeschlossen“, meinte Ratering, der mit einigen Helfern am Sonntagmittag damit beschäftig war, in der Stadthalle aufzuräumen. Damit endete eine Festwoche, die durch die Teilnehmer aus dem niederländischen Culemborg und den Dorfausrufern aus Belgien und der Niederlande sogar internationalen Charakter hatte. „Es war eine grandiose Woche“, meinte Johann Radstaak.