Vorstand
Der Vorstand des Heimatkreises von links: Clemens Stockhorst (2. Vors.), Klemens Hakvoort (Gesch.Führer) und Ingrid Hakvoort (Kassiererin) (©Frithjof Nowakewitz)

„Wie geht es weiter mit dem Heimatkreis Isselburg?“ Das war die große Frage in der Mitgliederversammlung des Vereins am vergangenen Mittwoch (18.3.). Geschäftsführer Klemens Hakvoort stellte die aktuelle Situation dar – und ließ dabei keinen Zweifel an der existenzgefährdenden Situation.

Um was geht es? In den vergangenen Jahren wurde in jeder Mitgliederversammlung seitens des Vorstandes um jüngere Mitstreiter geworben. Immer vergeblich. So blieb der Vorstand ständig in gleicher Besetzung. Aber die Führungspersonen, wie eben Klemens Hakvoort als Geschäftsführer und Clemens Stockhorst als zweiter Vorsitzender wurden ja auch älter. Stockhorst geht auf die 80 zu, Hakvoort ist Mitte 80. „Die Praxis Wiederwahl und nochmal Wiederwahl war immer so bequem. Aber das geht nun nicht mehr“, machte der Geschäftsführer deutlich. Einen ersten Vorsitzenden gibt es übrigens schon seit Jahren nicht mehr.

Und noch eins machte Hakvoort klar: „Wenn sich bis zum Jahresende niemand gefunden hat, der im Vorstand mitarbeiten will, wird der amtierende Vorstand in der nächsten Mitgliederversammlung den Antrag auf Auflösung des Heimatkreises stellen.“ Und bis dahin will sich Klemens Hakvoort aufgrund seiner gesundheitlichen Situation nur noch auf reine Verwaltungsaufgaben beschränken. Das war eine klare Ansage, die aber die rund 30 Mitglieder – von aktuell 204 – nicht in Schockstarre versetzten zu schien.

Frank Hakvoort
Der Schützenverein mit Präsident Frank Hakvoort will helfen. Über das „Wie“ wird noch gesprochen (©Frithjof Nowakewitz)

Wird jetzt der Isselburger Schützenverein der Retter des Heimatkreises? Frank Hakvoort, Präsident des Isselburger Schützenverein, erklärte, dass es intern dort bereits Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit der beiden Vereine gegeben hat und noch weitere geben wird. Im Gespräch sind die Übernahme einzelner Heimatkreisprojekte, wie etwa die Weihnachtsbeleuchtung des Turmes oder auch die Erstellung und Aufhängung des Maikranzes. Zur Erinnerung: Der Schützenverein hat bereits vor zwei Jahren die Planung und Durchführung der „1. Mai-Party“ am Turm übernommen. Und dies mit großem Erfolg.

Aber Frank Hakvoort machte auch klar, dass der Schützenverein den Heimatkreis nicht übernehmen könne. „Wir sind personell mittlerweile sehr gut aufgestellt, aber dafür würden wir wahrscheinlich keine Leute finden“, argumentierte der Schützenpräsident. Mit dem Begriff „Heimat“ können sich jüngere Leute des Präsidenten zufolge eher weniger identifizieren. Er sprach vielmehr von einer Art Heimat-Abteilung innerhalb des Schützenvereins.

Durch die Übernahme einzelner Projekt durch den Schützenverein würde sich zwar das Aufgabenvolumen für die handelnden Personen beim Heimatkreis reduzieren, das personelle Problem bliebe jedoch bestehen. „Ohne einen verstärkten oder neuen Vorstand ist der Fortbestand des Heimkreises nicht möglich“, erklärte der Heimatkreis-Geschäftsführer abschließend.

Vor diesem Tagesordnungspunkt gab es die Berichte aus der Vorstandsarbeit und zu den Finanzen. Aufgrund der einwandfreien Kassenführung durch Ingrid Hakvoort wurde dem Vorstand durch die anwesenden Mitglieder die Entlastung erteilt. Zu neuen Kassenprüfern wurden Hermann Gebbing und Bodo Biermann gewählt.

Ehrung
Der Vorstand ehrt Karin und Gerhard Sandtel (2. u. 3. von links), Bianca Heuchert und Berni Schmitz (2. u. 3. von rechts) für 25-jährige Vereinszugehörigkeit. Auf dem Foto fehlen Uwe Heuchert, sowie Erwin und Ursula Hüls. (©Frithjof Nowakewitz)

Ein weiter Tagesordnungspunkt betraf die Ehrung langjähriger Mitglieder. Seit 25 Jahre gehören Gerhard und Karin Sandtel, Uwe und Bianca Heuchert, Berni Schmitz, sowie Erwin und Ursula Hüls dem Heimatkreis an.

Klemens Hakvoort ging auch noch kurz auf die in diesem Jahr anstehenden Aktivitäten ein. Am 27. April wird der Maikranz erstellt, der dann am 30. April am Ständebaum aufgehängt wird. Mitte Mai findet wieder die Blumenpflanzaktion an den Isselbrücken statt. Der Stadtturm ist von Mai bis Oktober jeweils am ersten und dritten Sonntag des Monats von 10:30 Uhr bis 12:30 Uhr zur Besichtigung geöffnet. Ende November oder Anfang Dezember wird die Weihnachtsbeleuchtung am Stadtturm aufgehängt.