Kinderkleiderbasar
„Alles fürs Kind“ (©Frithjof Nowakewitz)

Zum dritten Mal – nach Herbst 2025 und Frühling 2026 – organisierten Jana Fischer und Rebekka Thiesing den Kinderkleiderbasar in der Werther Stadthalle. Die mehr als 700 Besucher kamen aus den umliegenden Kommunen Bocholt, Rhede, Isselburg, Hamminkeln, Wesel und Rees. Einige Autokennzeichen aus dem Ruhrgebiet zeigten, dass von Besuchern auch weitere Anfahrten in Kauf genommen wurden.

Umfangreiches Angebot

Das Angebot war äußerst vielfältig. Eben alles, was junge Eltern für ihren Nachwuchs so benötigen. Kinderkleidung in jeder Größe, Form und Farbe, Spielzeug, Kinderwagen, Bettwäsche, Schuhe, sowie Umstandskleidung für werdende Mütter. Sach- und Mamabücher erfreuten sich ebenfalls großer Beliebtheit.

Der lange Weg zur Kasse

Zu den Besuchern gehörten auch Jutta Hakvoort aus Isselburg und ihre Tochter Carmen, die mit ihrer 14 Monate alten Tochter in Bocholt lebt. Die beiden Frauen suchten vornehmlich Kleidung für das kleine Mädchen. Insgesamt hatten mehr als 30 Kleidungsstücke den Weg in die Einkaufstaschen gefunden. „Wir waren hier jetzt ungefähr eineinhalb Stunden unterwegs“, betonten Jutta und Carmen. Während sich Mutter, beziehungsweise Oma Jutta schon in die ewig lange Schlange zur Kasse einreite, war Carmen an verschiedenen Ständen noch auf der Suche nach weiteren Schnäppchen. Schrittweise ging es dann letztendlich zum Kassenbereich.

Nachhaltigkeit durch Weiterverkauf

Die Mutter-Tochter-Kombination gab es übrigens oft. Wie bei Mutter und Tochter aus Rees, die namentlich nicht genannt werden wollten. Sie kauften nicht nur ein, sondern verkauften in Werth auch selbst Kleidung, aus die der Nachwuchs rausgewachsen war. Da bekommt der Begriff „Nachhaltig“ wieder seine Bedeutung. Um die Wartezeit beim Bezahlen so kurz wie möglich zu halten, wurden insgesamt fünf Kassen eingerichtet. Hinzu kam eine Schnellkasse, an der bis zu fünf Artikel bezahlt werden konnten.

Pause im Vereinsheim

Nun macht so ein Basar auch Lust auf Kaffee und Kuchen. Den gab es nur ein paar Schritte weiter im Vereinsheim des SV Werth. Bei der Anzahl der unterschiedlichsten Torten, Obstkuchen und Muffins war es schwer, sich zu entscheiden. Während es im Vereinsheim eigentlich immer voll war, nahmen viele Besucher auch Kuchen für den Nachmittagskaffee mit nach Hause. Der Reinerlös geht an den evangelischen Kindergarten in Werth.

Viele Helferinnen

So eine Veranstaltung ist nicht im Alleingang zu organisieren. „Wir hatten am Samstag rund 30 Helferinnen – nicht nur aus Werth, sondern auch aus anderen Stadtteilen“, erzählte Barbara Etringer, die mit zum Organisationsteam gehört. Auch wenn die Etikettierung heute über die Barsalino-App läuft, was die Arbeit im Gegensatz zu früher erleichtert, bleibt doch viel zu tun. Die Stände müssen in der Halle aufgestellt und die Kleidungstücke nach Art und Größe einsortiert werden. Während des Basars achten die Helferinnen darauf, dass die Verkaufsstände immer ordenlich aussehen.

Pizza nach getaner Arbeit

Nach dem Ende des Basars muss das ganze dann zurück abgewickelt werden. Die übrig gebliebenen Artikel müssen den entsprechenden Verkäufern zugeordnet und eingepackt werden. Die Stände müssen abgebaut und die Halle gesäubert werden. „Irgendwann am späten Nachmittag ist dann Schluss“, meinte Barbara Etringer. Gegen 18 Uhr können sich die Basarbeschicker ihre nichtverkauften Waren und den Erlös abholen. Den Abschluss bildet dann ein gemütliches Beisammensitzen mit allen Helferinnen. „Es gibt dann immer Pizza zu essen und es wird dann über den Tag gesprochen“, erzählte Etringer. Wie bei der Cafeteria im Vereinsheim, so geht auch der Reinerlös abzüglich einiger Rücklagen an Werther Einrichtungen. An wen das Geld geht, steht aber noch nicht fest.

Nach dem Herbstbasar 2026 ist vor dem Frühlingsbasar 2027. Der findet am 13. März 2027 in der Stadthalle Werth statt.