
Am 27. Juni meldete Sandra Fröhlich vom Anholter Angelsportverein ein massives Fischsterben im Werther See an der Stadthalle. Aufgrund der hohen Temperaturen hatte sich das Wasser stark erwärmt, was einen akuten Sauerstoffmangel verursachte.
Rettungsmaßnahmen eingeleitet
Die freiwillige Feuerwehr aus Werth und ehrenamtliche Helfer des Angelsportvereins leiteten unmittelbar nach Bekanntwerden koordinierte Rettungsmaßnahmen ein. Während die Vereinsmitglieder die verendeten Tiere bargen und mit Hilfe des Ordnungsamtes fachgerecht in Kadavertonnen entsorgten, konzentrierte sich die Feuerwehr auf die Verbesserung der Wasserqualität. „Bis spät in die Nacht wurde mit technischem Gerät eine intensive Sauerstoffeinleitung und eine kontinuierliche Wasserumwälzung durchgeführt“, berichtete Sandra Fröhlich
Um den Sauerstoffmangel auch langfristig zu vermeiden, hat die Stadt Isselburg einen Wasserbelüfter angeschafft. Der wurde, versehen mit einem Tauchmotor, zwei Tage später (29.7.) in den See eingesetzt. „Die Anlage sorgt künftig für eine effektive Wasserumwälzung und eine nachhaltige Sauerstoffanreicherung“, teilte Isselburgs Pressesprecherin Selime-Monika Denecke mit.

Dazu musste durch städtische Mitarbeiter zunächst eine Pflasterung im Bereich der Stadthalle aufgenommen werden, um ein leistungsfähiges Stromkabel zu verlegen. Nach der Fertigstellung positionierten Hubert Fröhlich vom Angelsportverein und Maurice Schiewer vom städtischen Bauamt per Boot das System fachgerecht im Gewässer. Nach einem erfolgreichen Testlauf wird das Gewässer nun langfristig mit Sauerstoff versorgt.
Kontinuierlicher Sauerstoffeintrag
„Insbesondere bei länger andauernden Hitzeperioden steigt die Belastung des Gewässers, da sich der Sauerstoffhaushalt durch höhere Wassertemperaturen zunehmend verschlechtert. Der Wasserbelüfter sorgt durch einen kontinuierlichen Sauerstoffeintrag und eine permanente Wasserumwälzung für eine Stabilisierung des Sauerstoffhaushalts. Damit stärken wir die Widerstandsfähigkeit des Werther Sees und wirken den Folgen des Klimawandels für das Gewässer gezielt entgegen“, erläutert Maurice Schiewer vom Fachbereich Bauen der Stadtverwaltung Isselburg.
