Mehr als fünzig Anbieter beim Werther Trödelmarkt freuten sich über viele Besucher

Bis 2019 war die Werther Stadthalle Schauplatz des Kinderkleiderbasars – einmal im Frühjahr und einmal im Herbst. Coronabedingt musste der allerdings – wie im Vorjahr – auch in diesem Jahr abgesagt werden. Ersatzweise gab es im vergangenen Jahr einen Trödelmarkt im Außenbereich hinter der Stadthalle. Der wurde so gut angenommen, dass Christa Unland, Mitorganisatorin des Kleiderbasars, sich dazu entschloss, auch in diesem Jahr einen Trödelmarkt zu veranstalten.

Mehr als fünfzig Standbetreiber hatten sich zum heutigen Trödelmarkt eingefunden. Christa Unland zeigte sich zufrieden mit der Zahl der Anbieter, aber auch mit der Besucherresonanz. „Im vergangenen Jahr, als wir erstmals den Trödelmarkt als Alternative zum coronabedingt abgesagten Kinderkleiderbasar veranstalteten, beteiligten sich 37 Standbetreiber“, erzählte Christa Unland und freute sich jetzt darüber, dass es jetzt über fünfzig Anbieter waren. Neben vielen Ständen, die Kleidchen, Hosen, Jacken und vieles andere vom aus den Sachen herausgewachsenen Nachwuchs anboten, gab es auch Stände mit echtem Trödel.

Die 12-jährige Sophie Lange aus Werth, hier mit Mutter Nadine und Vater Patrick, wollte ihre gesamte Barbie-Sammlung verkaufen

Ausgefallene Fußballschuhe gab es bei Silke Hegering

Silke Hegering mit ganz ausgefallenen Fußballschuhen

An dem Stand von Julia Jansen aus Lowick stauten sich die Interessenten, um das eine oder andere gute Kleidungsstück ihrer beiden Kinder zu ergattern. Schon von weitem war der Stand von Nadine und Patrick Lange aus Werth zu sehen – es erstrahlte alles in Pink. Die 12-jährige Tochter Sophie hatte sich dazu entschlossen, ihren gesamten „Barbie-Bestand“ zu verkaufen. „Sophie hat jetzt ganz andere Interessen“, erklärte Mama Nadine und lacht. Ein ganz besonderes Angebot konnte man bei Silke Hegering aus Bocholt ergattern. Nicht nur, dass neben anderem auch mehrere Paar Fußballschuhe angeboten wurden, ein Paar der Stollenschuhe stach besonders heraus – der linke und rechte Schuh hatten unterschiedliche Farben. „So ein Paar hat vor einiger Zeit mal Marco Reuss vom BVB getragen und solche Schuhe wollte mein Sohn Leon auch haben“, erklärte Silke Hegering, übrigens nicht verwand mit der Fußballerin Marina Hegering. „Leon ist mittlerweile aus den Schuhen herausgewachsen, er hat mit 20 Jahre schon Schuhgröße 47“, erzählt Silke.

Um ein ganz anderes Thema ging es am Stand des „Dritte-Welt-Laden-Werth“. Dort kamen besonders die Leseratten auf ihre Kosten, denn hier konnten die Interessierten Leser und Leserinnen aus über 500 Büchern wählen. Der Erlös geht in ein Projekt in Boliven. Dort werden Gasteltern unterstützt, die während der Woche Schulkinder aus einsamen Gegenden beherbergen, damit diese nicht jeden Tag viele Kilometer zur Schule zurücklegen müssen.

Spezialitäten vom Hofladen Brauweiler

Katharina Brauweiler mit Tochter Sophia präsentierten das Sortiment des Hofladen Brauweiler

Wer zum Stand von Katharina Brauweiler aus Werth kam, musste wohl notgedrungen länger verweilen, weil das Angebote außerordentlich vielfältig war. Frische Eier, Kartoffeln und ganz viele Gläser mit eingemachter Wurst der unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen – auch schon fertige Currywurst – luden zum Kauf ein. Wer eher Konfitüre für das Morgenbrötchen bevorzugt, konnte zwischen vielen Frucht- und Geschmacksrichtungen wählen. Alles gibt es übrigens auch direkt beim Hofladen Brauweiler an der alten B67 neben dem Ponyhof Leiting.

Ein Mops in Übergröße

Der 13-jährige Malte Dries (links) kaufte sich einen Riesenmops – Schulfreund Nick Venhoven aus Werth half beim Abtransport

Die meisten der vielen Besucher deckten sich sicherlich eher mit praktischen Dingen ein. Ganz anders der 13-jährige Malte Diers aus Suderwick. Er kaufte sich einen etwas überdimensionierten Plüsch-Mops. „Ich fand den Mops einfach cool“, begründete der Suderwicker seinen Kauf. Mit Hilfe seines Schulfreundes Nick Venhoven aus Werth wurde das gute Stück zum Auto transportiert.

Fotos: Frithjof Nowakewitz

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