Isselburgs SPD-Mitglied Martin Schulz wird Bürgermeisterkandidat in Borken

"Ich war völlig überrascht, als mich die Borkener SPD-Kollegen Anfang Mai gefragt haben, ob ich deren Bürgermeisterkandidat in Borken werden möchte", erklärte Martin Schulz (50), stellvertretender Vorsitzender im SPD-Ortsverein Isselburg.

Martin Schulz (links) bei der Mitgliederversammlung (Foto: Frithjof Nowakewitz)

Wir wollen ihm keine Steine in den Weg legen

"Ich hab mich natürlich gefreut, musste das Ganze aber erstmal sacken lassen", erklärte Martin Schulz. Das nächste war das Gespräch mit seiner Lebens-Partnerin. Schließlich muss so ein Vorhaben auch im privaten Umfeld abgesichert werden. Es folgte das Gespräch mit dem SPD-Vorstand in Isselburg. "Das hat uns schon einigermaßen aus dem Sessel gehauen", erklärte der Vorsitzende Johann Radstaak. In der anschließenden Beratung ist man überein gekommen, dass man Martin Schulz keine Steine für sein Vorhaben in den Weg legt, es aber gleichzeitig begrüßt, wenn Schulz, wie geplant bei der Kommunalwahl in Isselburg auch für den Rat kandidieren würde. Dies hat Schulz auch zugesagt.

In Borken hat sich Schulz dem SPD-Vorstand in der vergangenen Woche vorgestellt. Am 25. Juni gibt es dort eine Mitgliederversammlung, die Schulz als Bürgermeisterkandidat bestätigen muss.

Schulz fährt zweigleisig

Wie berichtet, kandidiert Martin Schulz bei der Kommunalwahl am 13. September im Wahlkreis 9 für den Wahlbezirk Isselburg 3. Daran will er, aber auch die Isselburger SPD aufgrund der jetzt veränderten Situation nichts ändern. Sollte es also so kommen, dass Schulz in Borken tatsächlich zum Bürgermeister gewählt wird, würde er natürlich die politische Bühne in Isselburg verlassen und dann auch nach Borken ziehen. Für seinen Wahlkreis in Isselbug gäbe es dann einen Nachrücker. All das entscheidet sich aber quasi zeitgleich am Wahlabend nach 18 Uhr.