Werther Heimatverein feierte 30-jähriges Bestehen an der Turmwindmühle

Friedhelm Scheewel, Gründer des Heimatvereins, ließ sich die Jubiläumsfeier nicht entgehen

Auch wenn Petrus nicht immer mitspielte. Der Werther Heimatverein ließ sich heute die Feier zu seinem 30-jährigen Geburtstag an der Turmwindmühle trotz einiger Schauer nicht vermiesen. Und er feierte nicht allein, denn fast alle Werther Vereine beteiligten sich an der Ausrichtung.

Die Eröffnung läutete im wahrsten Sinn des Wortes Ausrufer Reinhold Pries ein. In Versform erklärte er in ganz kurzer Form den Werdegang und die verschiedensten Aufgaben des Vereins. Rudi Geukes begann seine kurze Rede mit einem Zitat von Elisabeth Scheewel, die ihren Mann vor 30 Jahre aufforderte doch mal zu schauen, ob sich die Bildung eines Vereins auf die Beine stellen ließe: „Dann versök doch, of sich so wat op de Beene stellen löt“. Geukes erwähnte aber auch die vielfältigen Aufgaben, denen sich der Heimatverein in seiner Satzung verschrieben hat. Dies sind die Erforschung der Heimatgeschichte, die Pflege des Kulturgutes, Pflege von Sitten und Gebräuche und auch die Pflege der plattdeutschen Sprache. Außer Acht lassen darf man auch nicht die Pflege und Bewirtschaftung des Heimathauses und der Turmwindmühle.

Viel Beifall erhielt die Kindertanzgruppe des SV Werth

Gern gesehener Stammgast ist Hildegunde Hagemann mit den Kindern der Musikschule. Der kleine Chor erfreute die Besucher mit vielen einstudierten Liedern. Und auch die Kindertanzgruppe des SV Werth entlockte den Besuchern mit ihren Darbietungen viel Beifall. Das Tambourcorps Werth und der Shanty-Chor der Marinekameradschaft Bocholt rundeten das musikalische Programm ab.

Durch einen Sturm hat die Mühle vor einiger Zeit einen Teil eines Flügels verloren

Die Kinder hatten ihren Spaß an und mit diversen Spielen, Aktionen, dem Kinderkarussell und der Bimmelbahn des Ponyhof Leiting.

Kaffee und Kuchen luden an der Gaststätte „Föcking“ zum Verweilen ein. Und auch für den ganz großen Hunger war bestens vorgesorgt. Gleich drei Spanferkel bruzzelten im Ofen. Kulinarisch blieb also kaum ein Wunsch offen.

Ein Highlight war für viele Besucher sicherlich auch die Besichtigung der Turmwindmühle, die Johann Radstaak in ihrer Art wohl für eine der ältesten Mühleneinrichtungen in ganz Deutschland hält.

Die Vorsitzende des Heimatvereins, Annelore Blecking hat ein großes Anliegen. Sie wünscht sich neue und vor allem jüngere Mitglieder. Nicht nur der Vereins selbst, sondern auch viele der Mitglieder sind allmählich in die Jahre gekommen. Es wäre überaus schade, wenn der Verein in den nächsten Jahren mangels Nachwuchs aufgeben müsste. Dafür ist er für Werth viel zu wichtig. Man stelle sich nur vor, es gäbe keine Baumpflege, keinen Blumenschmuck, keinen plattdeutschen Abend, und auch keinen Weihnachtsmarkt in Werth. Viel Kultur würde fehlen.

Info

Der Heimatveren Werth wurde am 20.11.1986 auf Initiative von Friedhelm Scheewel gegründet. Eigentlich sollte das 30-jährige Bestehen auch im November 2016 gefeiert werden. Da man aber eine Veranstaltung unter freiem Himmel bevorzugte, wurde die Jubiläumsfeier auf den 25. Juni 2017 verlegt.

Fotos: Frithjof Nowakewitz



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