Schulpflegschaft will Parteien zum Umdenken bewegen

Mit der Stimmenmehrheit von CDU und FDP wurde eine Erweiterung der Betreuungsplätze in der OGS (Offene Ganztagsschule) und VHTS (Verlässliche Halbtagsschule) abgelehnt. Dagegen wehrt sich die Schulpflegschaft des Grundschulverbandes Isselschule in einem Offenen Brief. Sie will damit noch mal die beiden Parteien aufgrund des dringenden Bedarfs an weiteren Betreuungsplätzen zum Umdenken bewegen.

Hier der Inhalt des Offenen Briefes in ungekürzter Version:

 

Betreuungssituation an den Isselburger Grundschulen

Zum wiederholten Male möchten wir, die Schulpflegschaft des Grundschulverbundes Isselschule, auf die konstant unzureichende Betreuungssituation der Grundschulen aufmerksam machen. Wir wünschen uns eine bedarfsgerechte Betreuung, die sich an der tatsächlich benötigten Anzahl der Plätze orientiert.Es kann nicht sein, dass die Politik ganz bewusst die Augen vor den Bedürfnissen ihrer Mitbürger verschließt.

Mehrmals wurde unsererseits auf die mehr als nicht zufriedenstellende Betreuungssituation an unseren Schulen aufmerksam gemacht. Zur Erinnerung für das Schuljahr 2017/2018 sind nach heutigem Stand:

  • OGS Isselburg: 9 freie Plätze für 12 Kinder
  • VHTS Isselburg: 4 freie Plätze für 18 Kinder
  • VHTS Werth: 8 freie Plätze für 19 Kinder
  • OGS Anholt: 13 freie Plätze für 19 Kinder
  • VHTS Anholt: 4 freie Plätze für 3 Kinder

Viele Familien (mit und ohne Migrationshintergrund) und vor allem Alleinerziehende sind auf diese Betreuungsplätze angewiesen. Zum einen, um Familie und Beruf vereinbaren zu können und zum anderen, um von dem pädagogischen Angebot zu profitieren.

Absolut unverständlich ist es für uns daher, dass in einer der letzten Ausschusssitzung der Antrag auf Erweiterung der Betreuungsplätze aufgrund fehlender Gelder abgewiesen wurde, in der gleichen Sitzung aber ein weiterer Antrag einer Partei, die die Erweiterung des Betreuungsangebotes abgelehnt haben, gestellt wurde, die Schulen mit Whiteboards (digitale Tafel) auszustatten. Dies ist ebenfalls mit hohen Kosten verbunden, hat aber bei Weitem nicht die pädagogische Weitreiche, wie es eine zielgerichtete Betreuung gewährleisten kann.

Trotzdem freuen wir uns, dass durch den Einsatz zweier Parteien dieses Thema in den Sitzungen am 12.12. und 14.12. um 17.30 Uhr in der Mensa/Verbundschule wieder aufgenommen wird.

Wir hoffen auf eine große Präsenz vieler Eltern.

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