Ohne Mmmmpff geht nichts – Die Verpflegung muss stimmen

Der aktuell in Isselburg herrschende Katastrophenalarm betrifft, Außenstehende meinen das oft, hauptsächlich die Feuerwehr. Die drei Löschzüge der Stadt übernehmen dann die Aufgaben der Überwachung der Pegelstände und die Sicherung gefährdeter Deiche. So ist es auch jetzt. Unterstützung erhalten sie dabei von Feuerwehren aus weiten Teilen Nordrhein-Westfalens. Koordiniert werden die Einsätze der einzelnen Feuerwehrmänner und -Frauen vor Ort vom Einsatzleitwagen vor dem Isselburger Rathaus und überörtlich von der Leitstelle in Borken.

Einen ebenso wichtigen Teil zur Katastrophenbewältigung übernimmt aber auch das DRK, dass in diesen Tagen, wie übrigens auch schon vor drei Wochen beim ersten Hochwasser, seine Einsatzzentrale auf der Anholter Schneidkuhle hat. Von dort werden alle Versorgungsmaßnahmen geplant und umgesetzt. Der wichtigste Teil der Aufgabe ist die Versorgung aller Einsatzkräfte. Hierzu gehören frisch zubereitete, warme Mahlzeiten, kalte und heiße Getränke, Obst und Süßigkeiten. Und da die Feuerwehrleute während ihrer Arbeit nicht alles stehen und liegen lassen können, gibt es einen Lieferservice.

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Essen ist da!

Da werden dann von Dominik Grünberger und Alexandra Rottstegge mal eben 70 Portionen Nudeln, 70 Portionen Soße Bolognese, 70 Frikadellen, zig Packungen Mineralwasser und Cola, Kistenweise Äpfel und Bananen, sowie Schachteln mit Süßigkeiten zum Einsatzort gebracht. Und natürlich werden auch die Männer im Einsatzleitwagen und an der Herzog-Adolph-Straße nicht vergessen. Zwischendurch melden sich am Nachmittag bei Rot-Kreuz-Leiter Joachim Juttner noch Löschzüge aus dem Märkischen Kreis an, die auch seit dem frühen Morgen nichts mehr gegessen haben. Zwanzig Minuten später freuen sich ca. 60 hungrige Männer und Frauen in den zum „Speisesaal“ umfunktionierten Garagen auf eine leckere, frisch zubereitete Mahlzeit. Dem DRK-Personal aus Bocholt im großen Küchenzelt sei Dank. Und das freut sich natürlich auch über die zahlreichen Rückmeldungen der Feuerwehrleute: „Es hat super geschmeckt“!

Ohne die Geschäftsleute geht nichts

Alles was zubereitet werden soll, muss ja auch da sein. Da ist kühles kalkulieren angesagt. „Wenn wir da die Einzelhändler vor Ort, die Bäckerei Jansen, die Bäckerei Bors und Rewe Onstein mit dem neuen Besitzer Achim Lütfring nicht hätten, könnten wir das überhaupt nicht bewältigen“, erklärte Joachim Juttner und bestätigt, dass die Flexibilität der Betriebe einfach überwältigend ist. Kein schiefer Blick und kein böses Wort, wenn die Fleischabteilung im Rewe-Laden mitten im Wochenendhochbetrieb von jetzt auf gleich mal eben 50 oder 60 Kilo Gehacktes produzieren soll.

Schwerstarbeit geht nur mit entsprechender Versorgung

Ja, die Frauen und Männer der verschiedensten Löschzüge aus Nah und Fern leisten körperliche Schwerstarbeit. Tausende Sandsäcke müssen befüllt, transportiert und dann an Ort und Stelle verbaut werden. Dies können sie in der Intensität aber nur, weil sie mit allem verpflegt werden, was Mann und Frau für solch anstrengende Arbeit braucht. Dafür sorgen die DRK´ler vom Ortsverein Isselburg in Zusammenarbeit mit den Kollegen aus Bocholt rund um die Uhr in drei Schichten. Da darf man auch schon mal Danke sagen.



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