FDP will Isselburg stark machen

Gestern fand im Restaurant Brüggenhütte der Ordentliche Parteitag der Isselburger FDP statt. Dabei ging es in der Hauptsache, neben den Neu-, bwz. Wiederwahlen des Vorstandes, darum, Isselburg nach vorne zu bringen. Als Gast hatten die Isselburger den Ortsverbandsvorsitzende der FDP Rees, Heinz Schneider  eingeladen.

"Isselburg groß machen und nicht kleinreden". Dies war die Kernüberschrift des Partgeitages. Und die Mitglieder, allen voran der Vorsitzende Kevin Schneider, der Stellv. Vorsitzende Johannes Epping und auch der frühere Vorsitzende Hermann Gebbing ließen keinen Zweifel daran, dass die Möglichkeiten dazu auch da sind. Man muss es nur wollen. In diesem Zusammenhang bekräftigte Johannes Epping nochmal die Gründe für seinen Beitritt 2013. "Hier wird agiert und nicht nur reagiert. Diskussions- und Entscheidungsfreudigkeit, der Teamgedanke und der Wille zu Veränderungen in Isselburg sind die Triebfeder und deshalb bin ich froh, in der FDP zu sein".

Die Digitalisierung in den Schulen und öffentlichen Gebäuden, die Entwicklung des Stromberg und die Zusammenarbeit mit anderen Kommunen müssen forciert werden.

Die technische Ausrüstung in den Schulen darf nicht bei Window XP und Pentium IV-Computern stehen bleiben. Kinder und Jugendliche müssen nach Ansicht von Kevin Schneider mit den modernsten Medien unterrichtet werden. Die Menschen müssen schon in jungen Jahren den richtigen und vor allem verantwortungsbewusten Umgang mit den digitalen Medien lernen.

Monheim als gutes Beispiel

Die Entwicklung eines Gewerbegebietes kostet Geld. Aber wenn kein entwickeltes Gewerbegebiet vorhanden ist, wird sich auch kein Betrieb nach Isselburg verirren. Nach Ansicht der Freien Demokraten müssen die wenig vorhandenen Gebiete vorab entwickelt werden, damit die Stadt für Anfragen gewappnet ist. "Schließlich wollen Betriebe nicht fünf bis sieben Jahre darauf warten, mit einem Neubau beginnen zu können." Hier hat die FDP vor allem das Gelände am Stromberg im Auge. Die Nutzung als Sammelunterkünfte für Flüchtlinge hält sie für einen großen Fehler. Im Gegensatz dazu würden sich attraktive Flächen für repräsentative Bürogebäude anbieten. Dadurch würden sich außerordentlich große Einnahmemöglichkeiten ergeben. Als Beispiel nannte Kevin Schneider hier die Stadt Monheim. Durch die Bereitstellung von Gewerbeflächen und die drastische Senkung des Hebesatzes von 435 v.H. auf 265 v.H. hat Monheim seine Gewerbeeinnahmen von 16 auf 300 Millionen Euro gesteigert. "Etwas ähnliches kann auch Isselburg, gerade jetzt, wo es für Unternehmen in unserere Nachbarschaft immer teurer wird".

Die Stadt Isselburg muss die Zusammenarbeit mit anderen Kommunen suchen. Dies müsse allerdings, so die FDP, auf Augenhöhe geschehen. Möglichkeiten hierzu seien Beispielsweise die Verwaltung und Abrechnung des Personals.  Hierbei dürfe Isselburg nicht als Bittsteller auftreten. "Isselburg ist souverän genug, mit den angrenzenden Kommunen auf Augenhöhe zu verhandeln".

Von links: Johannes Epping, Annemarie Möllmann, Kevin Schneider, David Schaffeld, Hermann Gebbing
Von links: Johannes Epping, Annemarie Möllmann, Kevin Schneider, David Schaffeld, Hermann Gebbing

Keine großen Veränderungen im Vorstand

Ein Tagesordnungspunkt waren die Wahlen der Vorstandsmitglieder. Patrick Mümken (Kreisvorsitzender der Jungliberalen) führte souverän durch die einzelnen Wahlgänge. Hier gab es kaum Veränderungen. Ausgeschieden ist zum Leidwesen von Kevin Schneider, die bisherige Schriftführerin Paulina Kempski, die sich aufgrund beruflicher Veränderungen einem anderen Ortsverband anschließt.

Wahlergebnisse

Kevin Schneider (Vorsitzender), Johannes Epping (Stellv. Vorsitzender), Annemarie Möllmann (Schatzmeisterin), David Schaffeld (Schriftführer), Hermann Gebbing (Beisitzer), Andreas Böggering und Theo Nieland (beide Rechnungsprüfer).

Die drei Deligierten für den Kreishauptausschuss sind Johannes Epping, Kevin Schneider und Andreas Böggering. Die Stellvertreter sind Hermann Gebbing, David Schaffeld und Annemarie Möllmann.

Buspreise und Autobahnabfahrt sind Themen im Ausschuss

Weitere Themen, die der FDP auf der Zunge brennen, sind die ungerechten Buspreise und die Namensänderung der Autobahnabfahrt. Beide Punkte werden auch im öffentlichen Teil der Sitzung des Ausschusses für Planung, Vergabe und Wirtschaft am kommenden Mittwoch (24.2.) behandelt. Die Sitzung beginnt um 17:30 Uhr.

Foto: Frithjof Nowakewitz



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