Cold-Water-Challenge forderte ein Todesopfer

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Eine verletzte Person wurde mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus nach Enschede geflogen
Eine verletzte Person wurde mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus nach Enschede geflogen
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Der zweite Rettungshubschrauber ist im Anflug

Bei einer Cold-Water-Challenge kam es heute auf einem abgeernteten Kornfeld eines Bauernhofes am Hartmannsweg zu einem folgenschweren Unfall. Hierbei wurden fünf Personen zum Teil schwer verletzt. Eine weitere männliche Person verstarb noch an der Unfallstelle an den Verletzungen.

Wie die Polizei in einer ersten Stellungnahme mitteilte, trafen sich rund 14 Personen auf dem Stoppelfeld, um gemeinsam eine Cold-Water-Veranstaltung durchzuführen. Hierbei sollte die Frontladerschaufel eines Traktors mit rund 2000 Liter Wasser befüllt werden, dass dann über die Anwesenden ausgeschüttet werden sollte. Aufgrund des Gewichtes kippte der Traktor nach vorn. Dadurch wurden fünf Personen zum Teil schwerverletzt. Ein 33-jähriger Isselburger wurde tödlich verletzt.

Zum Einsatz kamen die Feuerwehrlöschzüge aus Werth und Isselburg, sowie insgesamt sechs Rettungswagen, zwei Notärzte und zwei Rettungshubschrauber. Die Verletzten wurden auf die umliegenden Krankenhäuser verteilt. Eine verletzte Person wurde mit dem Rettungshubschrauber nach Enschede geflogen.

Stellungnahme der Staatsanwaltschaft Münster und der Kreispolizeibehörde Borken vom 30.7.2014 - 10:29 Uhr:

Am Dienstagabend kam es gegen 20.15 Uhr in Isselburg im Rahmen einer "Cold Water Challenge" eines Isselburger
Kegelclubs zu einem tragischen Unfall, bei dem ein 34-jähriger Mann aus Isselburg getötet und fünf weitere Männer aus Isselburg (39, 38, 36, 34  und 32 Jahre alt) verletzt wurden. Bei der "Cold Water Challenge" sollte mit einem Teleskoplader Wasser über eine Personengruppe gegossen werden. Dazu wurde die Schaufel des Teleskopladers mit ca. 2.000 Liter Wasser befüllt. Auf einem abgeernteten Getreidefeld  am Hartmannsweg stellten die Beteiligten eine Biertischgarnitur auf, an der nach dem bisherigen Ermittlungsstand 11 Männer Platz nahmen. Nachdem ein 36-jähriger
Isselburger das Fahrzeug in Stellung gebracht hatte, hob er gegen 20:15 Uhr die Schaufel an und fuhr das Teleskop auf zirka 6 Meter steil auf, um anschließend das Wasser über die 11 Personen zu schütten. Im Zuge dieser Aktion gingen die hinteren Räder des Teleskopladers in die Höhe. Das Fahrzeug fiel nach vorn und die Schaufel schlug auf den Biertisch auf. Von den 11 Personen am Tisch wurden sechs Männer erfasst, die anderen  fünf Personen konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Ein 34-jähriger Isselburger erlitt dabei tödliche Verletzungen. Der 32-Jährige wurde schwer verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in die Enscheder Klinik geflogen. Die 34, 38 und 39 Jahre alten Verletzten wurden ins Bocholter Krankenhaus gebracht - der 38-Jährige konnte dies nach ambulanter Behandlung wieder verlassen. Die beiden anderen Männer wurden zunächst stationär aufgenommen.  Verletzte in umliegende Krankenhäuser gebracht. Der 36-Jährige wurde vor Ort ambulant behandelt. Keiner der Verletzten befindet sich in Lebensgefahr. Die anderen fünf Personen konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Münster wird ein Sachverständiger hinzugezogen und in die Ermittlungen der Kripo eingebunden. Zur weiteren Klärung des Unfallgeschehens wird der Leichnam des Verstorbenen heute in der Gerichtsmedizin obduziert.



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