30 Zuhörer wanderten virtuell durchs historische Anholt

Mit dem Nachtwächter auf eine Zeitreise durch die Geschichte Anholts. Freilich ging das in diesem Fall nicht zu Fuß. Das Ganze fand nämlich im Augustahospital in Form einer Bilderschau statt.

Die Alltagsbegleiterinnen Hildegard Wüpping und Brigitte Gehlmann (außen im Bild) sowie die Oberin der Anholter Clemensschwestern, Schwester Ingeburga, begleiteten den Nachtwächter Bernhard Barking durch das historische Anholt. (Foto: Privat)
Die Alltagsbegleiterinnen Hildegard Wüpping und Brigitte Gehlmann (außen im Bild) sowie die Oberin der Anholter Clemensschwestern, Schwester Ingeburga, begleiteten den Nachtwächter Bernhard Barking durch das historische Anholt. (Foto: Privat)

Auf diese nahm der Nachtwächter Bernhard Barking die Teilnehmer des Issel Aktiv Treffs des ambulanten Issel Pflegedienstes, sowie die Clemensschwestern mit. Der Issel Aktiv Treff ist ein wöchentlich stattfindendes Angebot, welches sich in erster Linie an dementiell erkrankte Personen richtet und einen Rahmen bietet, in dem Gemeinschaft und Aktivität außerhalb des Alltags erlebt werden können. Darüber hinaus bietet es pflegenden Angehörigen eine stundenweise Entlastung. Am vergangenen Dienstag fand hier ein besonderes Programm statt.

Einem Nachtwächter gleich,  standesgemäß gekleidet mit Hellebarde, Laterne und Horn, weihte Bernhard Barking die rund 30 Zuhörer zunächst in die Aufgaben eines Nachtwächters ein, bevor der etwas andere Stadtrundgang in der Krankenhauscafeteria des Augustahospitals begann. „Eine der wichtigsten Aufgaben war seinerzeit der Brandschutz. Brach ein Feuer aus, so mussten die Ortsansässigen schnellstmöglich informiert werden, um gemeinschaftlich Schlimmeres zu vermeiden“, erklärte Barking. Darüber hinaus sorgte ein Wächter für Ruhe und Ordnung in der Stadt. Die Tour durch den Ort wurde mit Bildern der alten Stadtmauer eröffnet. Von dort leitete der Bildvortrag die Zuhörer bis zum Marktplatz. Dort „angekommen“ wurde sich bei Kaffee und Kuchen gestärkt, bevor es zurück in lang vergangene Zeiten ging und es weitere interessante sowie vielfältige historische Einblicke gab. Der Nachtwächter wusste über die Entstehung Anholts, Geschichten aus dem Alltag der Stadtbewohner, den Bau und die Finanzierung der heutigen Kirche und die Zerstörung von Anholt im Krieg zu berichten.

Die Teilnehmer lauschten aufmerksam, tauschten sich angeregt über abgebildete Fotos und Standorte von Gebäuden aus und durchwanderten Anholt so auf eine besondere Weise. Durch nette Anekdoten auf Plattdeutsch lockerte Barking den geschichtlichen Ausflug auf und sorgte für reichlich Schmunzeln bei seinen Zuhörern. Der kurzweilige Vortrag endete nach gut eineinhalb Stunden. Vor allem die Ordensschwestern waren von den dem Vortrag begeistert. Auch das Team des Issel Aktiv Treffs genoss den Nachmittag und begrüßte die gelungene Abwechslung. Dies spiegelte sich in reichlichem Applaus und zahlreichen Fragen zum Abschluss wieder. Das Augustahospital sowie der Issel Pflegedienst danken in besonderer Weise dem Nachtwächter, der diesen schönen Ausflug ermöglichte.

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