FDP rudert in der Schuldiskussion zurück

Es ist ja schon gediegen. Im Januar stimmte die FDP, gemeinsam mit der CDU, den Grünen und der SPD dem Vorhaben zu, die Verbundschule in eine Sekundarschule umzuwandeln. Am 20. April, also am vergangenen Samstag beschließen die Liberalen auf ihrem Parteitag dann, die Verbundschule aufgeben zu wollen. Statt dessen soll sich die Stadt, Zitat:  "...auf andere Standortfaktoren wie eine gute Anbindung an die Nachbarstädte kümmern, statt immer mehr Geld in ein Fass ohne Boden zu geben".

Der Beschluss, mit dem Schriftführer Kevin Schneider dann auch schnell an die Öffentlichkeit ging, löste heftige Kritik bei den Lesern aller Medien aus. Auch hier bei IL gingen geharnischte Kommentare ein. Und auch in der gestrigen Ratssitzung erntete Schneider von den übrigen Fraktionen und vom Bürgermeister heftige Kritik für den Beschluss und der damit verbundenen Rolle rückwärts gegenüber ihrer eigenen Ansicht im Januar.

fdpHeute nun kommt per Pressemeldung vom Vorsitzenden der Liberalen, Stefan Schweers (foto), eine erneute Rolle rückwärts. Darin heißt es unter anderem wörtlich: "In einer Stellungnahme teilen die Liberalen mit, dass sie mit ihrem Beschluss vom Parteitag nicht den Erfolg einer Sekundarschule infrage stellen wollen. Eine Schließung der Verbundschule schließen sie daher aus. Vielmehr soll sie in die Sekundarschule übergehen".

Stefan Schweers sieht in der heutigen Pressemeldung die Planungskommission, die sich mit der Umwandlung der Verbundschule in eine Sekundarschule beschäftigt, auf einem guten Weg. Wörtlich heißt es dort: "Die Planungskommission für die Sekundarschule leistet eine sehr gute Arbeit. Ich bin davon überzeugt, dass durch ihre Arbeit die geforderte Schülerzahl von 60 Schülern erreicht werden könnte,“ so Schweers. Gleichzeitig fordert der FDP-Vorsitzende alle Eltern dazu auf, das Konzept der Sekundarschule für Isselburg mit der Anmeldung ihrer Kinder an dieser Schule zu unterstützen.

Und auch Kevin Schneider zeigt sich plötzlich überzeugt davon, dass die Planungskommission auf dem richtigen Weg ist. Wörtlich äußert sich Schneider in der Meldung: „In zahlreichen Gesprächen habe ich einen sehr guten Eindruck von der Planungskommission gewonnen. Ich würde mich sehr freuen, wenn im nächsten Jahr genügend Schüler angemeldet werden, um mit der Sekundarschule zu starten.“

Im Übrigen machten CDU, Grüne, SPD und Verwaltung deutlich, dass die Planungsgruppe in der Tat auf einem guten Weg ist. Und auch im Sinn der Verlässlichkeit machte Bürgermeister Rudi Geukes klar, dass sich in der Elternschaft niemand sorgen müsse. Die Aufgabe der Verbundschule war eine kurzzeitige Erfindung der FDP, die aber jeder Grundlage entbehrt.

 

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