Das traditionelle Neujahrsfrühstück des Stadtsportverbandes soll für die Sportvereine und deren Mitglieder eine Plattform sein, um in vereinsübergreifenden Gesprächen aktuelle Themen zu behandeln. Es ist eben eine Informationsveranstaltung in gemütlichem Rahmen.

So war es auch gestern, bei der erstmals Theo Nieland als neuer Vorsitzender die Eröffnungsrede hielt. Aber auch Rudi Geukes, langjähriger Vorsitzender des Stadtsportverbandes kam in seiner Eigenschaft als Bürgermeister zu Wort. Und was er zu sagen hatte, war für die Vereine nicht unbedingt erfreulich. Geukes machte deutlich, dass er nach wie vor die Sorgen der Sportvereine ernst nimmt. Aber er muss nun, in seiner Eigenschaft als Bürgermeister, mehr denn je die finanzielle Situation der Stadt berücksichtigen. Und da verheißt die Zukunft nichts gutes. Der Kreis Borken als Kommunalaufsicht und die Gemeindeprüfungsanstalt haben klare Vorgaben im Bereich der freiweilligen Leistungen gemacht, die niemandem aus den Vereinen, der Politik und der Verwaltung schmecken werden. "Es müssen Gespräche stattfinden, um zu gewährleisten, dass auf der einen Seite keine unüberwindbaren Hürden für die Vereine aufgebaut werden. Auf der anderen Seite muss die Einsicht da sein, dass die Gefahr besteht, dass die Kommunalaufsicht den Geldhahn komplett zu dreht", erklärte Geukes. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass es nur miteinander in einem gemeinsamen Dialog geht.

Wie auch an dieser Stelle schon mehrfach erwähnt, ist aufgrund des demografischen Wandel die Notwendigkeit, Spielgemeinschaften zu bilden, keine Drohgebärde. Freilich gehen die Meinungen darüber in den Vereinen und auch in der Politik noch ein wenig auseinander. Auch hier sieht Geukes als Lösung nur gemeinsame Gespräche, an denen alle maßgeblichen Personen aus den Vereinen, der Verwaltung und der Politik beteiligt werden müssen.

Beim Erwerb des Sportabzeichens gibt es noch Luft nach oben

Im Verlauf der Veranstaltung referierte Waldemar Zaleski (Foto), Sportreferent des Kreissportbund Borken, über die wichtigsten Änderungen bei den Leistungsanforderungen bezüglich des Sportabzeichens. Als das Sportabzeichen vor genau 100 Jahren initiiert wurde, konnte niemand wissen, welchen Erfolg das Abzeichen mal haben wird. Weltweit wird das Sportabzeichen jährlich in 70 Staaten rund 35 Millionen mal vergeben. In Deutschland sind es im Jahr knapp eine Million Sportler und Sportlerinnen, die das Abzeichen bekommen. Und auch für Isselburg hatte Zaleski die Zahlen parat. Im vergangenen Jahr waren es ca. 150 Freizeitsportler, die das Abzeichen in Gold, Silber oder Bronze bekamen. In diesem Zusammenhang wies der Referent darauf hin, dass die Anforderungen so hoch sind, dass man ohne jegliches Training die geforderten Leistungen kaum erbringen kann. Statistiken beinhalten freilich auch bestimmte Aussagen. So kommen rund 60% der Sportabzeichenerwerber aus der Schule, nur 40% sind aus den Vereinen. Und von allen Sportlern, die das Abzeichen bekommen, sind 80% Kinder und Jugendliche, aber nur 20% kommen aus dem Erwachsenenbereich. In Bereich des Erwachsenensport ist also ebenso noch Luft nach oben, wie bei den Mitgliedern der Sportvereine.

Nach dem offiziellen Teil ließen sich die Anwesenden dann doch das Frühstück schmecken. Anschließend konnte man an vielen Tischen kleinen Grüppchen sehen, in denen sicherlich auch über die vom Bürgermeister erwähnten Probleme gesprochen wurde. Theo Nieland wies noch darauf hin, dass am 28. April der Run Up stattfindet.



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