Das schwere Leben der Gertrud wird in einer Ausstellung gewürdigt

Gemeinsamkeiten verbinden. Dies gilt sicherlich auch für Anholt auf deutscher und Bredevoort auf der holländischen Seite. Beide Orte haben viel Gemeinsamkeit. Die Berührungspunkte sind freilich schon rund 400 Jahre her. Die "Vereniging Bredevoorts Belang" und der Anholter Heimatverein sorgten in einer gemeinsamen Aktion dafür, dass geschichtliche Gemeinsamkeiten den Bürgern beider Orte wieder bewusst gemacht wurden

Das übergroße Banner zeigt Gertrud von Milendonck

Die leidvolle Geschichte der Gertrud von Milendonck spielte vor dem Hintergrund des sogenannten Achtzigjährigen Krieges, dem Freiheitskampf der Niederländer gegen die Spanier. Damals war der niederländische Ort Bredevoort an Anholt verpfändet. Deshalb spricht man auch von der "Anholter Pandschap". Vom 11. August bis zum 9. September fand in Bredevoort eine Ausstellung statt, die an die schwere Zeit der Gertrud von Milendonck erinnern und ihr schweres Leben würdigen sollte. In der vergangenen Woche wurden die Ausstellungsstücke von Bredevoort nach Anholt gebracht, wo sie seit Sonntag zu sehen sind.

Vielfach handelt es sich bei den Ausstellungsstücken um Schriftstücke, deren Originale im Archiv der Wasserburg aufbewahrt werden. Auch deshalb fand im Innenhof der Wasserburg ein kleiner Festakt statt, an dem auch S.D. Fürst Salm-Salm und seine Gattin teilnahmen. Ferner waren das Grenzland-Tambourcorps, der Bürger-Schützenverein, die Fahnenschwenker und die Grenzlandlaienspieler beteiligt. Der Hausherr erläuterte in einer kurzen Ansprache das schwere Leben der Gertrud. Anschließend zogen alle teilnehmenden Personen, Vereine und Gruppierungen von der Wasserburg zum Heimathaus. Im Beisein S.D. Fürst zu Salm-Salm, enthüllten Bürgermeister Rudi Geukes und Fritz Ernst vom Anholter Heimatverein ein übergroßes Banner, das Gertrud von Milendonck zeigte.  Die Austellung ist im ehemaligen Schlachthaus im hinteren Teil des Heimathauses zu sehen. Wer sich über das Leben und Wirken der Gertrud informieren will, kann das bis Ende Oktober an jedem Dienstag von 17 bis 19 Uhr. Besichtigungen zu anderen Terminen sind möglich. Terminwünsche nimmt Fritz Ernst unter Telefon 02874-9268 entgegen.



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