Fritz Stege befasst sich mit Isselburgs Vergangenheit

Der Hobbyhistoriker Fritz Stege aus Isselburg scheint keine Ruhe zu kennen. Immer beschäftigt er sich mit historischen Schriftstücken, sucht nach längst vergangenen Begebenheiten und Ereignissen. So stieß er auch auf die Isselburger Hinrichtungsstätte, die es vor rund 600 Jahren außerhalb der damaligen Stadt gab.

Die Recherchen von Fritz Stege gehen bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts zurück. Damals hatte Isselburg eine eigene Gerichtsbarkeit, die dem Schöffengericht in Kalkar unterstand. Oberster Richter war zu der Zeit der Herzog von Kleve. Aufgrund der Recherchen des Hobbyhistorikers hat sich der Heimatkreis Isselburg dazu entschlossen, an der Originalstelle der Hinrichtungen eine Erinnerungsstätte zu schaffen. Lange hat man überlegt, wie so eine Stätte auszusehen hat. Letztendlich entschied man sich für einen großen Naturstein, der von der Firma Geukes gespendet wurde. Eine Hinweistafel erklärt dem Besucher, worum es sich bei der Erinnerungsstätte handelt. An dem Stein ist ein großes Schwert angebracht, dass für diesen besonderen Anlass vom Schlosser Johann van der Linde aus Mussum angefertigt wurde.

Im Beisein von Vertretern der Heimatvereine der Stadt, von Dina Gunsing als Vertreterin der Stadt, sowie des Kreisheimatpflegers Georg Kettelers und vielen Isselburger Bürgern wurde die Gedenkstätte am vergangenen Samstag eingeweiht. Auf dem Gelände der Familie Bonnes, die ihren Hof am Haferkamp hat, ist nun für jeden sichtbar, an welcher Stelle damals Räuber und Mörder ihre gerechte Strafe bekamen. Hierbei ging der Dank von Paul Biermann, dem Vorsitzenden des Isselburger Heimatkreises, vor allem an die Familie Bonnes, die den notwendigen Grund und Boden dem Heimatkreis kostenlos zur Verfügung stellte.

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