Das Gelände am Klärwerk bleibt weiterhin fester Standort für das geplante Asylbewerberheim. Das hat der Rat gestern entschieden. Zuvor gab es allerdings langwierige Diskussionen um die Art der Unterbringung. Dabei geriet die Standortfrage zunächst aus dem Blickpunkt.

Rat beschließt Neubau der Flüchtlingsunterkunft am Klärwerk (Archivfoto: Frithjof Nowakewitz)
Rat beschließt Neubau der Flüchtlingsunterkunft am Klärwerk (Archivfoto: Frithjof Nowakewitz)

Vielmehr diskutierten die Ratsmitglieder kontrovers um die Art der Unterbringung. Stichwort Integration. Hierbei gab es von den Fraktionen verschiedene Vorschläge. Einig war man sich nur darin, dass Integration einen wesentlichen personellen und finanziellen Aufwand benötigt. Hier stand vor allem der Kauf oder die Anmietung von Häusern, bzw. Wohnungen, die für Familien und alleinstehende Frauen bestimmt sein sollen. Alleinstehende Männer hingegen sollen dann in der zu bauenden Sammelunterkunft wohnen. Ordnungsamtsleiter Frank Schaffeld machte aber deutlich, dass die Zuordnung, wer wo wohnen soll, durchaus problematisch sei. Für die dezentrale integrative Unterbringung der Flüchtlinge müssten zudem die Bürger mit eingebunden werden, was auch wieder einen erheblichen Personalaufwand bedeuten würde. Da die eigentliche Standortfrage bei der ganzen Diskussion keine große Rolle zu spielen schien, forderte Schaffeld einen eindeutigen Beschluss dazu.

Bei der offenen Abstimmung stimmten CDU, FDP und die fraktionslose Monika Willing für den Standort am Klärwerk, die SPD, Grüne und der fraktionslose Felix Kleideiter dagegen. Eine angedachte, mögliche Containerbauweise am Klärwerk ist jetzt vom Tisch. Im Beschluss heißt es eindeutig, dass verwaltungsseitig das Baugenehmigungsverfahren, bzw. die Bauleitplanung für einen Neubau eingeleitet werden soll.



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