„Fast 350 Menschen aus 54 Staaten sind im Jahr 2026 bisher im Kreis Borken eingebürgert worden. Sie haben hier ihren Lebensmittelpunkt und nun auch ihren deutschen Pass – mit allen Rechten und Pflichten“, heißt es in einer Mitteilung des Kreis Borken. Von diesen eingebürgerten Personen leben 13 in Isselburg.

Einbürgerung
Das Foto zeigt Landrat Dr. Kai Zwicker (vorne links) und die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung mit den neu eingebürgerten Frauen, Männern und Kindern sowie den weiteren Gästen. (© Kreis Borken)

In einer Feierstunde im Borkener Vennhof sprach Landrat Dr. Kai Zwicker von einem Meilenstein im Leben der eingebürgerten Personen. „Sie haben unsere Sprache gelernt, haben sich mit dem Leben hier in Deutschland, unserer Kultur und unseren Werten auseinandergesetzt und mit dem Einbürgerungstest haben Sie Ihr Wissen zu Politik und Demokratie unter Beweis gestellt“, heißt es seitens des Landrates.

Mehrstaatlichkeit möglich

Wie es in der Mitteilung weiter heißt, hat die Entscheidung deutsche Staatsbürgerin oder deutscher Staatsbürger zu werden, eine Reihe von Vorteilen. Mit der Einbürgerung entfallen viele bürokratische Vorgänge, beispielsweise die Aufenthaltserlaubnis. Für deutsche Bürgerinnen und Bürger ist der Zugang zu allen Berufen frei, sie haben EU-weit die freie Wahl des Aufenthaltsortes beziehungsweise des Wohnsitzes und zum Beispiel auch visafreie Reisemöglichkeiten in viele Länder. Außerdem ist es ein Vertrauensbeweis und eine bewusste Entscheidung für das Leben in Deutschland. Seit 2024 ist Mehrstaatigkeit möglich – das heißt, es muss bei der Einbürgerung nicht mehr die bisherige Staatsbürgerschaft abgegeben werden.

13 Eingebürgerte leben in Isselburg

Insgesamt kommen die eingebürgerten Personen aus 54 Ländern. Sie wohnen verteilt in 16 Kommunen des Kreises. Die meisten wohnen in Ahaus und Borken (59), die wenigsten sind in Heiden (3) zu Hause. Dreizehn Personen haben ihren Wohnsitz in Isselburg. Auffallend ist, dass in den beiden Städten Borken und Ahaus jeweils 59 Personen ihre neue Staatsbürgerschaft feiern können, dass jedoch der Statistik zufolge in Bocholt als größte Stadt im Kreis keine neu eingebürgerten Personen leben.

Die eingebürgerten Personen kommen aus folgenden Ländern:

Syrien 77 Personen, Türkei 28, Kosovo 18, Albanien 15, Polen 15, Rumänien 15, Afghanistan 14, Bosnien und Herzegowina 13, Russische Föderation 12, Iran 10, Nordmazedonien 9, Serbien 9, Ukraine 8, Irak 6, Libanon 6, Nigeria 6, Ägypten 5, Armenien 5, Jordanien 5, Sri Lanka 5, Ungarn 5, Kirgisistan 4, Slowenien 4, Bulgarien 3, Indien 3, Italien 3, Marokko 3, Vietnam 3, Griechenland 2, Guinea 2, Niederlande 2, Portugal 2, Sudan 2, Tunesien 2. Aus Aserbaidschan, Bangladesch, Costa Rica, Honduras, Kamerun, Kolumbien, Kongo, Kuba, Litauen, Mosambik, Österreich, Pakistan, Paraguay, Philippinen, Republik Moldau, Tadschikistan, Thailand, Togo, Vereinigte Staaten jeweils 1. Zudem waren sieben Personen staatenlos.