
Berufsbedingt war Bianka Arndts aus Isselburg lange Jahre in einem gelben Postauto unterwegs. Das ist aber schon ein bisschen her. Privat fährt sie einen normalen Pkw. Ihr – bislang gedankliches – Hobby ist allerdings der Triumph Spitfire.
Obwohl ihr das Auto noch fehlt, ist sie Mitglied im „Spitfire Club Deutschland – Ortsgruppe Ruhrgebiet-Sauerland-Münsterland“. Wie sie dazu gekommen ist und was sie an dem Spitfire liebt, erzählte die 54-jährige Isselburgerin am Sonntag beim Clubtreffen am Millinger Meer.
Das ist wirklich noch ein Traum
Barbara Homm aus Gelsenkirchen, eine langjährige Freundin von Bianka Arndts, fährt einen Triumph Spitfire. „Wir kennen uns schon seit ganz vielen Jahren und haben dann auch schon hin und wieder mal ganz privat eine Ausfahrt mit dem „Spitti“ gemacht.“ Spitti ist der Kosename für das Auto. „Da hat sich die Liebe zu dem Auto so entwickelt“, meint die Isselburgerin mit leuchtenden Augen. Wie sie betont, fehlt ihr selbst ein eigener Spitti. „Das ist wirklich noch ein Traum, den ich mir irgendwann gerne erfüllen würde.“ Da sie selbst keinen besitzt, fährt sie, so oft es geht, den Wagen ihrer Freundin. „Mittlerweile ist es so, dass Barbara mich fragen muss, ob sie auch mal ihr eigenes Auto fahren darf“, erzählt Bianka und lacht dabei.

Ausfahrten und Schraubertage
Was ist nun das Besondere an dem kleinen Engländer? „Es ist das Ursprüngliche an dem Auto, ganz ohne technischen Schnickschnack und auch keines, dass man in großer Zahl bei Oldtimertreffen findet“, erzählt Ortsgruppenleiter Norbert Reukes aus Borken. Er selbst wollte sich schon 2020 einen Spitfire zulegen. „Es hat allerdings zwei Jahre gedauert, bis ich einen passenden gefunden habe“, meint Reukes. Es gibt regelmäßige Gruppentreffen in einem Dortmunder Lokal. Dort werden dann Pläne für die nächsten Ausfahrten gemacht und Schraubertage organisiert.
Mehrtägige Reise nach England
„Wenn es geht, fahre ich zu den Treffen nach Dortmund. Dann bilden wir mit den Kollegen aus dem näheren Umkreis eine Fahrgemeinschaft“, meint Bianka Arndts. Die Ausfahrten der Gruppe gehen meist in die näherer Umgbung. Es gibt aber auch Touren, die über mehrere Tage gehen. So fahren einige Mitglieder Mitte September zum „Goodwood Revival“ ins englische Sussex. „Da fahre ich aber nicht mit, dass ist mir dann doch zu weit“, meint die 53-Jährige.

Artikel vom 26. September 2024
Kuchenrunde am Millinger Meer
Die regelmäßigen Ausfahrten der Ortsgruppe werden immer wechselweise von den Mitgliedern organisiert. Die Planungen lagen diesmal in den Händen von Bianka Arndts und Barbara Homm. Der Treffpunkt für die Mitglieder war der Aldi-Markt in Isselburg. Von dort ging es zum Inselgasthof Nass in Grietherort (Rees). Die Kuchenrunde und den dazugehörenden Nachmittagskaffee gab es anschließend, nach einem Abstecher nach Netterden/NL, im Strandbad Millinger Meer. An der Sonntagstour nahmen insgesamt sechs Autos mit zwölf Personen teil, darunter eben auch die beiden Freundinnen Bianca Arndts und Barbara Homm. insgesamt umfasst die Gruppe 36 „Spitti-Liebhaber/innen“. Eine davon ist Silke Möckel, die seit 40 Jahre den Triumph Spitfire fährt. „Mittlerweile ist es ihr zweiter“, erzählt Norbert Reukes.
Der Triumph Spitfire ist ein Roadster, den das britische Unternehmen Leyland Motors von 1962 bis 1980 in verschiedenen Leistungsversionen baute. Auch auf deutschen Straßen war der „Spitti“ in verschiedenen Versionen oft zu sehen.
