Die Jugendfeuerwehr der Stadt Isselburg hatte am Sonntag einen Grund zum Feiern, denn sie besteht seit 50 Jahre. Allerdings stand am auf dem Gelände des FC Heelden nicht unbedingt das Jubiläum im Vordergrund, sondern der Kreisleistungsnachweis des Kreis Borken. Von offizieller Seite waren Bürgermeister Michael Carbanje, Michael Boland (stellv. Landrat) und Christoph Terwiel (Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes), sowie Amelie Schibelius und Leo Wienstroer (beide stellv. Kreisjugendfeuerwehrwart) zugegen.

Rund 180 Kinder und Jugendliche waren dabei

Eigentlich wären die Isselburger mit der Ausrichtung überhaupt nicht dran gewesen. Aber in Verbindung mit dem Jubiläum hatte man sich frühzeitig um die Ausrichtung des Leistungsnachweises beworben, der im Übrigen alle zwei Jahre stattfindet. Insgesamt 13 Jugendfeuerwehren aus dem gesamten Kreis kämpften auf dem Gelände des FC Heelden in fünf Disziplinen um den Wanderpokal, der die letzten zwei Jahre in Isselburg stand. Der Isselburger Nachwuchs war mit zwei gemischten Gruppen vertreten, weil es mit Werth und Isselburg auch zwei Gruppen gibt. So waren rund 180 Jungen und Mädchen aus Südlohn, Velen, Schöppingen, Reken, Stadtlohn, Ahaus, Vreden, Gescher, Raesfeld, Rhede, Bocholt, Legden und Isselburg im Einsatz. Hinzu kamen dann noch einmal zahlreiche Betreuer und Wertungsrichter.

Slush-Eis und Kuchen geht immer

Kuchenbuffet
Kuchen und Slush-Eis waren sehr begehrt (©Frithjof Nowakewitz)

Alle Teilnehmer mussten einen Löschangriff simulieren, ein Grundwissen in „Erster Hilfe“ nachweisen, acht C-Rohre auf Zeit miteinander verbinden, sich mit Knoten und Stiche auseinandersetzen und in einem Gruppenspiel möglichst schnell sein. Dabei waren die jungen Feuerwehrleute nicht unter sich, denn viele Besucher schauten bei den einzelnen Disziplinen zu. Ein großes Kuchenbuffet und reichlich Kaffee lockten zum verweilen ein. Ein Imbiss- und Getränkewagen sorgte dafür, dass sich die Besucher mit Essen und Trinken versorgen konnten. So herrschte auf der Anlage eine Art Lagerleben. Bei den jüngeren Besuchern war eins völlig klar: „Slush-Eis geht immer.“ Dafür, dass die kleinen Besucher keine Langeweile hatten, sorgte das Isselburger Jugendrotkreuz mit verschiedenen Spielstationen. Auch eine Hüpfburg sorgte bei den Kleinen für Begeisterung.

„Ist fast wie Biwak“

Christoph Terwiel zeigte sich sehr zufrieden von dem Gelände und der Organisation. „Das ist, trotz des Wettkampfkarakters der Jungen und Mädchen, wie eine Art Biwak“, meinte Terwiel. Ähnlich äußerten sich Amelie Schibelius und Leo Wienstroer. Auch die Organisatoren um Stadtjugendfeuerwehrwart Dominic Bulten und seinen Stellvertreter Tim Wessel zeigten sich sehr zufrieden.

Pokal geht nach Rhede

Sieger aus Rhede
Der Siegerpokal geht nun für zwei Jahre nach Rhede (©Frithjof Nowakewitz)

Gegen 15:30 Uhr konnte die stellvertretende Kreisfeuerwehrwartin Amelie Schibelius das Endergebnis des Leistungsnachweises verkünden. Sieger wurde die Jugendfeuerwehr Rhede vor den Jungen und Mädchen aus Südlohn und Vreden. Der Isselburger Nachwuchs konnte seinen Titel nicht verteidigen. Der stellvertretende Leiter der Einheit Isselburg, André Borkes, hatte dies wohl schon geahnt: „Heute waren wir nicht gut genug“, meinte Borkes noch vor der Verkündigung des Ergebnisses.

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