Wunder gibt es immer wieder! Das hat 1970 schon Katja Ebstein beim Eurovision Song Contest besungen. Eine besondere Hausgemeinschaft erlebt genau solch ein Wunder. Dargestellt werden die Bewohner dieser Gemeinschaft von den Grenzlandlaienspielern Anholt in einem Schwank von Melanie Stanik-Vriesen.

Grenzlandlaienspieler Anholt
„Wunder gibt es immer wieder“ meinen die Grenzlandlaienspier Anholt in ihrem neuen Theaterstück (©Frithjof Nowakewitz)

Küchentischgespräche und Missverständnisse

Inhaltlich geht es darum, dass in einem in die Jahre gekommenen Mehrparteienhaus eine bunte, liebenswerte Mietergemeinschaft lebt. Da sind die Esoterikerin Anne, der brotlose Künstler Hugo und der Althippie und pensionierte Sozialarbeiter Kalle, die sich in der Erdgeschosswohnung ihren Alltag mit all ihren kleinen Reibereien und großen Momenten teilen. Und genau diese Wohnküche ist die Anlaufstation für alle anderen Mietparteien des Hauses, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Das sind die alleinerziehende Constanze mit ihrer Tochter Aurora, das lebensfrohe Paar Jenny und Lisa mit ihrem Kater Hemingway und der liebenswerte zerstreute Professor Clemens. „Zwischen Küchentischgesprächen, Missverständnissen und überraschenden Begegnungen entsteht eine Hausgemeinschaft, die so überraschend nah und bunt ist wie das Leben selbst“, verrät Autorin Melanie Stanik-Vriesen.

Pflaume mit Pfiff

Artikel vom 14. März 2025

Vier Mal „Pflaume mit Pfiff“

Bewohner kämpfen um ihr Zuhause

Bis dahin scheint in der Hausgemeinschaft ja noch alles im Lot zu sein. Doch diese Idylle gerät urplötzlich ins Wanken. Dabei spielen dann ein Immobilienmakler, dessen Sekretärin und der Hausbesitzer selbst eine große Rolle. Es lässt sich erahnen, dass für die Hausgemeinschaft eine unsichere Zukunft anstehen könnte. Aber so schnell geben die Bewohner nicht auf. Sie kämpfen um ihr gemeinsames Zuhause. Was genau hinter den Plänen und Absichten steckt und was eine Marienstatue damit zu tun hat, entfaltet sich im Laufe der Handlung auf ebenso humorvolle wie berührende Weise.

Wunder geschehen

Melanie Stanik-Vriesen, die jetzt zum dritten Mal das Theaterstück der Grenzlandlaienspieler geschrieben hat, spielt selbst eine aktive Rolle und hat zudem auch die Regie übernommen. Der Schwank erzählt mit Wortwitz, Situationskomik und überraschenden Wendungen von Zusammenhalt, Mut zu Veränderung und davon, dass Wunder manchmal eben dort geschehen, wo man sie am wenigsten erwartet.

Alte Hasen und junge Nachwuchsschauspieler

Grenzlandlaienspielschar Anholt
Melanie Stanik-Vriesen, Manfred Juttner, Alfons Eising und Hannes Wiesmann (v.l.) in einer Spielszene aus 2025 (©Frithjof Nowakewitz)

Die Darsteller sind Manfred Juttner (Hausbesitzer Ernst von Drommeln), Hannes Wiesmann (Künstler Hugo), Jens Berger (Architekt Leonard Marwart), Alfons Eising (ehemaliger Sozialarbeiter Kalle), Frank Konnik (Nerd und Wissenschaftler Clemens), Melanie Stanik-Vriesen (Esoterikerin Anne), Kim Schlorke (Jenny – Ehefrau von Lisa), Petra Jurk ((Lisa – Ehefrau von Jenny), Lilly Homölle (jugendlicher Gruffti Aurora), Michaela Schmitz (Mutter von Aurora) und Natascha Peters (Katharina – Assistentin von Architekt Markwart) Conni Sickmann ist für die Maske zuständig, Ynes Legeland sorgt für das Bühnenbild und Annette Schlorke hilft als Souffleuse aus, wenn es einen Texthänger gibt.

Vorverkauf startet ab sofort

Aufgeführt wird das Theaterstück am 28. März um 20 Uhr und am 29. März um 17 Uhr. Zwei weitere Aufführungen gibt es nach Ostern am 11. April um 20 Uhr und am 12. April um 17 Uhr. An den vier Tagen lebt die bunte Hausgemeinschaft in der Anholter Mehzweckhalle (Schneidkuhle 14). Einlass ist jeweils eine Stunde vor Aufführungsbeginn. Karten gibt es im Vorverkauf zum Preis von 8 Euro bei Augenoptik Röhl (Am Rathaus 11), Rewe Lütfring (Klever Straße), Fußpflege Legeland (Linders Feld 3) und Bäckerei Bors (Adolf-Donders-Allee). An der Abendkasse kosten die Eintrittskarten – sofern noch vorhanden – 10 Euro.