Parkplatzbau der Firma Trox stand auf der Tagesordnung im Bauausschuss

Im Zusammenhang mit den Planungen der neuen Parkplätze, will die Firma Trox auch dem Verkehrschaos beim Schichtwechsel mit einem neuen Konzept entgegenwirken, teilte Bürgermeister Michael Carbanje in der Sitzung des Bau- und Umweltausschuss am gestrigen Mittwoch mit.

Auf dem blau markierten Gelände sollen Parkplätze entstehen (Plan: GeoBasis.NRW)

Im Wesentlichen ging es im Ausschuss darum, den Weg für die Planungen des Unternehmens zu ebnen, 180 neue Parkplätze zu schaffen. Dazu wurde es notwendig, den im November des vergangenen Jahres gefassten Beschluss zur Durchführung der vereinfachten Änderung des Bebauungsplanes aufzuheben, um dann einen neuen Beschluss zu fassen, der das Verfahren im Rahmen eines Regelverfahrens sowohl für den Bebauungsplan, als auch für den Flächennutzungsplan weiterführt. Die Änderung, die vom Stadtplanungsbüro empfohlen wurde löste bei Olaf Roßmüller (CDU) die Frage aus, warum vom vereinfachten Verfahren abgewichen werden sollte. Bürgermeister Michael Carbanje begründete das mit der zu schaffenden Rechtssicherheit. Allerdings habe das Regelverfahren Carbanje zufolge auch einen Nachteil: Es kann bis zu zwei Jahre dauern. Dem Beschlussvorschlag, die vereinfachte Änderung aufzuheben, wurde einstimmig zugestimmt. Die beiden weiteren zum Thema gehörenden Punkte, die Änderungen des Flächennutzungsplanes und des Bebauungsplanes wurden jeweils mehrheitlich mit nur einer Enthaltung beschlossen.

Auf der grünen Wiese sollen zukünftig Werksmitarbeiter ihren Pkw parken können. Im Hintergrund sind die hellen Gebäude des Unternehmens zu sehen. (Bild: Frithjof Nowakewitz)

Anlieger wollen wissen, wie es weitergeht

Kurt Istemaas (CDU) wollte wissen, wie es nach dem Beschluss weitergeht. „Jeder kennt die Situation auf der Gendringer Straße, aber die Anwohner wollen jetzt auch wissen, wie das Ganze umgesetzt wird“. Michael Carbanje erklärte, dass bislang nur Vermessungen auf dem Gelände vorgenommen wurden, es aber aktuell noch keinen Planentwurf gäbe. „Die Gespräche mit den Anliegern laufen aber bereits“, erklärte der Bürgermeister.

Eine Mauer wäre eine Katastrophe

Einige Anwohner haben die Sorge, dass vor ihrem Garten ein hoher Zaun oder gar eine Mauer gezogen wird und damit die freie Aussicht wegfällt. „Wie die Abgrenzung erstellt werden soll, ob Zaun, Erdwall mit Bepflanzung oder eine Mauer, ist noch vollkommen offen“, erklärte Michael Carbanje. Wenn die Pläne im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung ausliegen, haben die Anwohner die Möglichkeit einzusehen, was geplant ist und dazu auch ihre Meinung zu äußern. Genau diese Problematik bewegt eine Anwohnerin, deren Garten direkt an den zukünftigen Parkplatz angrenzt. Sie äußerte nach der Sitzung die Sorge, dass ihre bis dato freie Sicht bis hin zum Haus Landfort auf die sechs Meter bis zu einer Mauer oder einem hohen Zaun begrenzt ist. „Wenn es denn sein muss, könnte man ja noch mit einem begrünten Erdwall leben, aber eine Mauer wäre eine Katastrophe“, bekräftigte die Anwohnerin und ergänzte, dass so ein Wall wohl auch die Geräuschbelästigung in Grenzen halten würde.

Frank Häusler sieht Situation auf der Gendringer Straße kritisch (Bild: Frithjof Nowakewitz)

Unternehmen will Verkehrskonzept erstellen

Frank Häusler (CDU) wies in dem Zusammenhang auf die gerade zum Schichtwechsel um 14 Uhr chaotische Verkehrssituation hin. „Dann geht auf der Gendringer Straße fast nichts mehr, zumal, wenn dann noch einige Lkw`s vor der Werkseinfahrt warten.“ Auch Olaf Roßmüller (CDU) ist der Meinung, dass die Verkehrssituation entschärft werden müsse. „Wir wissen, was wir an Trox haben und das Unternehmen soll ruhig weiter expandieren, aber das Chaos beim Schichtwechsel muss behoben werden.“ Bürgermeister Carbanje sagte dazu, dass das Unternehmen auch an einem Verkehrskonzept arbeite.

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