Viele Eltern und Kinder nutzten den Tag der offenen Tür in der zukünftigen Schule “Weitblick”

Es war schon eine kleine Premiere für die Mitglieder des Fördervereins und des Trägervereins der zukünftigen Gesamtschule Weitblick in freier Trägerschaft, denn Eltern und Viertklässler hatten am Samstag die Möglichkeit, sich das erste fertige Klassenzimmer anzuschauen. Darüber hinaus konnten sich die Eltern über Schulabläufe und die Art des Unterichtes informieren.

Ein “Guten Morgen” stand auf dem großen Bildschirm, der bald die “Kreidetafel” ersetzten wird (Bild: Frithjof Nowakewitz)

Großes Interesse bei Eltern und Kindern

Mehrere Elternbefragungen – die erste im Sommer 2018 – zum Thema „weiterführende Schule in Isselburg“ stimmten Andreas Pasckert vom Förderverein der Schule zuversichtlich, solch eine Schule einrichten zu können. Der Grund für den Optimismus lag im Ergebnis der Befragungen, denn der überwiegende Teil der befragten Eltern würden eine weiterführende Schule in Isselburg befürworten. Gestern konnten nun die Verantwortlichen des Träger- und Fördervereins den Eltern und Viertklässlern den ersten fertigen Klassenraum bei einem Tag der offenen Tür vorstellen. Insgesamt machten die Eltern regen Gebrauch davon, sich einerseits die Räumlichkeiten anzuschauen, aber sich vor allem auch über Konzepte und Ziele des Unterrichts zu informieren. „Wir werden eine Bewegungsschule sein“, erklärte Rita Nehling. Dazu gehöre beispielsweise auch eine bewegliche Pause, in der es vielleicht mal Zumba zu heißer Musik gebe. Auch sollten die Kinder nach Möglichkeit mit dem Fahrrad zur Schule kommen. Ein großes Augenmerk soll auf Respekt und Erhaltung der Schulräumlichkeiten gelegt werden. „Die Schule ist von 8 bis 15 Uhr der Lebensmittelpunkt der Kinder und der soll immer in einem guten Zustand sein“, sagte Rita Nehling, Vorsitzende des Trägervereins. Neben den Pflichtfächern, wie beispielsweise Deutsch, Mathematik und Englisch, sollen auch die Kinder die Möglichkeit haben andere Themen für den Unterricht vorzuschlagen. “Es ist was in Bewegung, denn es gibt von Unternehmen und Vereinen auch schon Nachfragen, bzw. Angebote für eine Zusammenarbeit”, berichtet Andreas Pasckert.

Info´s für die Eltern – Spaß für die Kinder

Auch Bürgermeister Michael Carbanje (rechts) staunte über die Möglichkeiten, die digitaler Unterricht so bieten kann (Bild: Frithjof Nowakewitz)

Die Eltern hörten interessiert den Ausführungen zu, während die Kinder in „ihrem“ möglichen Klassenzimmer schon lernten, wie der Unterricht mit einer elektronischen Tafel gestaltet werden kann. Dass das viel mehr Spaß machte, als das Schreiben mit Kreide an einer herkömmlichen Tafel, war augenscheinlich zu sehen. Die Kinder waren mit Begeisterung bei der Sache. Die große Mehrheit der Eltern zeigte sich sehr angetan vom vorgestellten Konzept. Einem Vater aus Werth gefiel vor allem die Gestaltung des Unterrichts. Auch seine Tochter war begeistert. „Sie würde am liebsten schon jetzt in diese Schule gehen“, erklärte der Werther. Auch eine Mutter aus Anholt tendiert dazu, ihre Tochter in der Schule „Weitblick“ unterrichten zu lassen. Und das vor der Tatsache, dass der Sohn aktuell eine Schule in Rees besucht.

Es gab auch schon mal Zweifel

Professor Dr. Andreas Pasckert hatte schon 2013 die Idee, eine neue weiterführende Schule in Isselburg zu gründen (Bild: Frithjof Nowakewitz)

Wie Rita Nehling (Geschäftsführerin des Trägervereins) erzählte, hat man eine Schulleitung gefunden. Allerdings gibt es dazu noch einige Formalitäten, die vor der Vorstellung der Person zu tätigen sind. Auch mit den pädagogischen Fachkräften sei man auf einem guten Weg. Die Vorstellung des gesamten Kollegiums soll im Laufe der ersten Wochen im neuen Jahr geschehen. Den Gedanken, eine weiterführende Schule in Isselburg zu schaffen, hatte Andreas Pasckert schon 2013. Meist überwog der Optimismus, aber es gab auch zeitliche Abschnitte, an denen Zweifel aufkamen. Besonders – und daraus macht Pasckert auch keinen Hehl – vor einigen Jahren, als aus der Verwaltungsspitze kaum Interesse daran bestand, das Projekt anzugehen. Erst nach der Bürgermeisterwahl 2018, bei der Pasckert zufolge alle drei Kandidaten dem Vorhaben wohlwollend gegenüberstanden, kehrte der Optimismus zurück. „Ab da nahm auch die Politik das an“, sagt Andreas Pasckert. „Wir sind jetzt fast am Ziel und das haben wir zum großen Teil unseren vielen Mitstreitern und Bürgermeister Michael Carbanje, sowie unseren Sponsoren zu verdanken“, bekräftigt Pasckert.

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