Ronja und Wilma, zwei Braunbärmädchen werden bald in der Anholter Schweiz wohnen

Die Anholter Schweiz kann sich derzeit über viel tierischen Nachwuchs freuen, denn bei den Kamerunschafen, den Wildschweinen, den Dachsen und den Ziegen ist die Kinderstube beträchtlich angewachsen. Aber es gibt in nächster Zeit auch zugereiste neue Bewohner. Mitte bis Ende April werden die beiden Braunbär-Mädchen Ronja und Wilma in das ehemalige und nun neu gestaltete Braunbär-Gehege einziehen.

Aus Hessen in die Anholter Schweiz

Wie Monika Westerhoff-Boland erzählte, waren die Bären im Wildpark immer auch ein Besuchermagnet. Bekanntlich lebten bis zum Herbst 2019 im Park mehrere Kragen- und Braunbären unter der Verwaltung der International Bear Federation (IBF) und des Tierschutzbundes. Dort, wo die Kragenbären ihren Platz hatten, sind seit 2020 die Alpensteinböcke zu Hause. Im Gehege gegenüber lebten die Braunbären. Und das wird auch in Zukunft wieder so sein. Die beiden Bärenkinder kommen aus dem Wildpark Knüll im hessischen Homberg/Efze. Vor zwei Jahren hatte sich dort unverhofft dreifacher Bärennachwuchs angemeldet. „Die Bärenoma wurde nochmal Mama“. Jetzt passt die Konstellation, denn nach zwei Jahre kann der Nachwuchs von der Mutter getrennt werden. Dies ist für in der Wildnis lebende Tiere ein normaler Vorgang. „Mitte bis Ende April bekommen wir nun die zwei Bärenmädchen Ronja und Wilma aus dem Hessischen Tierpark“, freut sich Monika Westerhoff-Boland. Die Vorbereitungen dafür sind allerdings sehr aufwendig.

Ronja und Wilma, zwei Braunbärmädchen werden bald in der Anholter Schweiz wohnen
Hannes Fischer, Jürgen Pieper und Gerad Scholten (v.l.) haben bis zur Ankunft der Bärenkinder noch viel Arbeit (Foto: Frithjof Nowakewitz)

Aufwendige Vorbereitungen

Seit dem Auszug der Braunbären 2019 wurde das Gehege nicht genutzt. Derzeit wird dort aber kräftig gearbeitet. Die Röhren, der Zaun, sowie die Alarm- und Schließanlage und auch die Hütte für die Pfleger werden renoviert oder teilweise auch erneuert. Parallel zu den Arbeiten fand in der Vergangenheit aber auch immer ein Austausch zwischen dem Team der Anholter Schweiz und den Verantwortlichen des Wildparks Knüll statt. Themen, wie das Lieblingsfutter der Bärenkinder, der Futterplan und auch die medizinische Versorgung standen im Mittelpunkt. Westerhoff-Boland betont in diesem Zusammenhang, dass für die Betreuung der neuen Parkbewohner keine speziellen Tierpfleger benötigt werden. „Alle unsere Tierpfleger haben eine entsprechende Ausbildung und damit das notwendige Fachwissen, um einen artgerechten Umgang mit den Bären zu pflegen.

Offen oder nicht offen? Info´s gibts auf der Website

Allgemein gelten nun wieder die normalen Sommeröffnungszeiten. Allerdings hatte Westerhoff-Boland angekündigt, den Park ab dem Gründonnerstag bis Ostermontag wegen eines möglicherweise nicht kontrollierbaren Andrangs geschlossen zu halten. Aufgrund der heute Mittag durch die Kanzlerin angekündigten Rücknahme der sogenannten Ruhetage, will die Pächterin die Fünf-Tage-Schließung des Parks noch überdenken. Wer also in Erwägung zieht, die Anholter Schweiz über die Ostertage besuchen zu wollen, sollte sich vorher telefonisch, auf der Website des Parks, oder in den sozialen Medien über „offen oder nicht offen“ informieren. Unabhängig davon müssen alle Besucher ab sofort ihre Kontaktdaten über die Luca-App oder schriftlich auf einem Formular registrieren lassen.

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