Neuer Stadtrat nimmt seine Arbeit auf

Am Mittwoch fand die konstituierende Sitzung des neuen Rates statt. Bürgermeister Michael Carbanje begrüßte die Mitglieder zwar nicht alle per Handschlag, aber mit einem Ellbogen-Stupser. Insgesamt umfasst der Rat 25 Mitglieder. Sieben davon sind neu in den Rat gewählt worden.

Auch die Ausschüsse, acht an der Zahl, wurden teilweise neu besetzt. Der Haupt- u. Finanzausschuss besteht aus 17 Mitglieder. Außerdem gibt es noch den Rechnungsprüfungsausschuss (9), den Wahlprüfungssachuss (9), den Wahlausschuss (10 Mitglieder plus Bürgermeister), den Ausschuss für Jugend, Schule, Sport, Kultur u. Soziales (17), den Bau- u. Umweltausschuss (17), den Ausschuss für Planung, Verkehr u. Wirtschaft (17) und den Vergabeausschuss (5).

Kurt Istemaas ist 1. Stellv. ehrenamtlicher Bürgermeister

Neuer Stadtrat nimmt seine Arbeit auf
Kurt Istemaas (rechts) ist stellv. ehrenamtlicher Bürgermeister. Martina Neckritz ist die Stellvertreterin (© Frithjof Nowakewitz)

In geheimer Wahl mussten die Ratsmitglieder den oder die ehrenamtlichen Bürgermeister(in) wählen. Vorgeschlagen wurde von der CDU Kurt Istemaas, der das Amt bereits in der vergangenen Legislaturperiode bekleidete, sowie von der SPD Martina Neckritz. Istemaas erhielt 16 Stimmen, Neckritz 6. Drei Stimmen waren ungültig. Damit bleibt Kurt Istemaas ersten stellvertretenden ehrenamtlichen Bürgermeister. Martina Neckritz ist seine Stellvertreterin.

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Uneinigkeit bei der Unterbringung des Stadtarchivs

Neben den personellen Formalien stand auch die zukünftige Unterbringung des Stadtarchivs auf der Tagesordnung. Hierzu erklärte die zuständige Verwaltungsmitarbeiterin Maria Nehling, dass die angedachten Räumlichkeiten im Keller der Stadt-Info am Anholter Markt nahezu ideal für das Archiv währen. Messungen zu Temperatur und Feuchtigkeitsgehalt hätten dies ergeben. Für notwenige Umbauarbeiten sind im Haushalt 30.000 Euro vorgesehen. Hintergrund ist, dass das gesamte Archiv derzeit im Kühlhaus des ehemaligen Getränkevertriebs an der Hüttenstraße lagert. Dort sind wohl nach Aussage von Maria Nehling schon diverse Unterlagen durchfeuchtet und von Schimmel befallen. Trotz der Sachdarstellung von Nehling konnten sich Herman van Thiel (CDU) und vor allem Felix Kleideiter (SPD) mit den Räumlichkeiten in Anholt nicht anfreunden. Beide gabe zu bedenken, dass bei einem möglichen Wassereinbruch das Archiv, oder zumindest Teile davon, zerstört werden könnten. Bauamtsleiter Dave Welling machte deutlich, dass die angedachten Umbauarbeiten dafür sorgen sollen, dass genau das eben nicht passieren kann.