FDP-Vorschlag fällt durch-Carsharing ist vom Tisch

Nach dem Vorbild von Ahaus, sollte auch die Stadt Isselburg über die Möglichkeit verfügen, den Bürgern Carsharing mit einem Verwaltungsfahrzeug anzubieten. Dies war die Vorstellung der FDP in der gestrigen Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss.

Hermann Gebbing stellt den Tagesordnungspunkt vor und begründete den Vorschlag damit, dass die Stadt Ahaus dies ihren Bürgern bereits anbietet. Außerdem wäre dies, so Gebbing, im Rahmen des LEADER-Programms förderungswürdig. Für Uwe Übelacker (Grüne) war das Vorhaben aber mit zahlreichen Fragen verbunden. Zu welcher Tageszeit wären die beiden Fahrzeuge, davon ein E-Auto, verfügbar? Wie würde die Nutzung abgerechnet? Da die Autos ausschließlich für den Verwaltungsbetrieb bestimmt sind, ist es fraglich, ob eine Vermietung rechtlich und versicherungstechnisch überhaupt möglich ist.

Bürgermeiser Michael Carbanje machte gleich deutlich, dass die Fahrzeuge von Montag bis Freitagnachmittag fast immer für Dienstfahrten genutzt werden. Damit wären die Auto´s tagsüber für die Nutzung als Carsharing nicht möglich. CDU-Fraktionschef Frank Häusler machte klar, dass sich das ganze für einen so kleinen Ort wie Isselburg überhaupt nicht rechnet. Der Verwaltungsaufwand sei viel zu hoch und möglicherweise gäbe es mit den Nutzern noch Streitigkeiten, falls mal ein Schaden an dem Auto entstünde. Hier schloss sich Theo Beine (SPD) an. "Für uns als kleine Stadt macht das überhaupt keinen Sinn". Mit zwei Ja-Stimmen, zwei Enthaltungen und dreizehn Nein-Stimmen wurde der FDP-Antrag abgelehnt.