“Kein Plastik in die Biotonne”

Die Städte und Gemeinden im Kreis Borken unterstützen die neue Kampagne der Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland (EGW) und des Kreises Borken "Kein Plastik in die Biotonne". Das bekräftigten jetzt die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der kreisangehörigen Kommunen anlässlich ihrer turnusmäßigen Konferenz mit dem Vorstand der Kreisverwaltung im Borkener Kreishaus.

Foto: Kreis Borken

Plastiktüten gehören nicht in die Bio-Tonne

Landrat Dr. Kai Zwicker begrüßte das vereinbarte gemeinsame Vorgehen ausdrücklich: "Es freut mich sehr, dass sich damit alle an der deutschlandweiten Kampagne #WIRFUERBIO beteiligten." Ziel sei es, gemeinsam für mehr Sortenreinheit in der Biotonne sorgen. "Die Menge des gesammelten Bio- und Grüngutes ist zwar absolute Spitze und die spezifische Restmüllmenge durch die konsequente Mülltrennung sehr niedrig", erklärte EGW-Geschäftsführer Peter Kleyboldt. Dennoch würden seine Mitarbeiter immer häufiger Dinge in der Biotonne finden, die dort nicht hineingehören, wie zum Beispiel Plastiktüten. Seine Vermutung daher: "20 Jahre nach der Einführung der Biotonne sind offensichtlich manche Verbraucher nachlässiger bei der Befüllung der Biotonne geworden." Das zeige, wie notwendig die neue Info-Kampagne #WIRFUERBIO mit ihrem Slogan "Kein Plastik in die Biotonne" sei.

Abfall richtig trennen

Landrat Dr. Kai Zwicker machte zudem vor dem Hintergrund der Klimaschutz-Arbeit des Kreises Borken deutlich: "Wer seinen Abfall konsequent richtig trennt und den wertvollen Bioabfall von Störstoffen freihält, engagiert sich im eigenen Haushalt aktiv für den Umwelt- und Klimaschutz!" Weitere Tagesordnungspunkte der Bürgermeisterkonferenz waren ein Informationsaustausch zum Förderprogramm "Smart Cities" des Bundes, der damit modellhaft Kommunen bei der digitalen Modernisierung und Entwicklung unterstützt, und ein Fachvortrag über neue Möglichkeiten zum Aufbau von Funknetzwerken. Zudem ging es um aktuelle Fragen der Kreisentwicklung, wie beispielsweise die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes im Kreis Borken, mit der sich der Kreistag in der kommenden Woche befassen wird.

Tipps zum Umgang mit Bioabfällen

Bioabfälle sollten im besten Fall lose in einem dafür vorgesehenen Behälter gesammelt und direkt – ohne Plastiktüte bzw. kompostierbarer Plastiktüte – in die Biotonne entleert werden. Wer seinen Bioabfall dennoch in einer Plastiktüte sammeln möchte, kann den Inhalt in der Biotonne entleeren und die Plastiktüte im Anschluss in den Restmüll geben. In den meisten Fällen steht die Restmülltonne direkt neben der Biotonne. Deutlich bequemer ist es, Zeitungspapier oder Papiertüten zu verwenden. Diese Papiertüten erhalten Bürgerinnen und Bürger aus dem Kreis Borken in den Bürgerbüros ihrer Rathäuser oder auf den von der EGW betriebenen Wertstoffhöfen sowie weitere Papiertütenmodelle im Handel. Geeignet sind alle Papiertüten, die zu 100 Prozent aus Papier bestehen. Infos zur Kampagne #WirfuerBio gibt es im Internet unter www.wirfuerbio.de sowie www.egw.de

Text und Bild: Kreis Borken