125 Jahre Blasmusik in Isselburg – Ausstellung wurde eröffnet

Die Ausstellung „Klingende Luft“ anlässlich des Jubiläums "125 Jahre Blasmusik in Isselburg" ist eröffnet. Und das in einem Rahmen, dem eine solch aufwendige Ausstellung würdig ist. Mit dabei waren gestern im Anholter Heimathaus Bürgermeister Michael Carbanje, Vertreter des Heimatverein Anholt und des Heimatkreis Isselburg, des Bürgerschützenvereins Wesel, des Blasorchester Emmerich und mit dem Vorsitzenden Heinz Streuff und einigen Musikern natürlich auch das Isselburger Blasorchester. Die SPD, CDU und die Grünen waren durch ihre Fraktionsvorsitzenden vertreten. Aber auch einige private Besucher wollten der Eröffnung im Heimathaus beiwohnen. Musikalisch wurde die Eröffnung durch Frank Lamers, Thomas Zey, Markus Nehring und Tim Heidemann vom Isselburger Blasorchester begleitet.

Marianne Meyer, Vorsitzende des Anholter Heimatvereins begrüßte zunächst die Gäste und dankte allen, die an der Verwirklichung der Ausstellung mitgewirkt haben. „125 Jahre Blasmusik ist ein Anlass, die musikalische Vergangenheit in Form von Wort und Bild in Einklang zu bringen“, erklärte die Vorsitzende.

Michael Carbanje trägt sich ins Gästebuch ein

"Bin nicht überrascht"

Bürgermeister Michael Carbanje zeigte sich nicht überrascht, dass sich so viele Menschen zur Eröffnung eingefunden hatten. „Schon beim Jubiläumskonzert des Blasorchester und Jugendblasorchester am vergangenen Samstag hat sich gezeigt, welch hohen Stellenwert die Musik in der Stadt Isselburg hat“, erklärte Carbanje. Die Ausstellung, die in der ehemaligen Stadtinfo in Anholt zu sehen ist, bringt, so der der Bürgermeister, Dokumente, Bilder, Instrumente und vielfach auch emotionale Erinnerungen zusammen.

Zeitreise durch 125 Jahre Musikgeschichte

Und in der Tat. Mehr als 160 Fotos von der Entstehungszeit um 1894 bis hin zur Aktualität bieten auf 23 großflächige Tafeln eine Zeitreise durch die gesamten 125 Jahre der Blasmusik in Isselburg. Zudem sind zahlreiche Blasinstrumente aus verschiedenen Jahrzehnten zu sehen. Hans Biermann wünschte sich, dass die Zeitreise noch nicht zu Ende ist. "Es wäre schön, wenn unsere Nachfahren weitere Jubiläen feiern könnten". Dies bekräftigte auch Heinz Streuff mit Blick auf das ausgelegte Gästebuch. "Bitte tragt euch dort ein, damit spätere Generationen sehen können, wer die Ausstellung besucht hat".

Hans Biermann (links) und Gerd Sandtel

Projekt erforderte viele Hände

Urheber des Ganzen war eigentlich ein Gespräch zwischen Dr. Gerhard Krause vom Anholter Heimatverein und Hans Biermann vom Isselburger Blasorchester. Thema hierbei war die Geschichte der Anholter Orgelbauer. „Da hat es bei mir Klick gemacht“, erklärte Hans Biermann bei der gestrigen Ausstellungseröffnung. Die Idee zur Ausstellung war geboren. Auch der Vorstand des Blasorchester war schnell für die Idee zu begeistern. Und auch der Heimatverein Anholt und der Heimatkreis Isselburg waren von dem Vorhaben angetan. Die Umsetzung erforderte allerdings viele Hände. Zwei davon gehörten Gerhard Sandtel, der die graphische Umsetzung übernommen hatte. „Ich weiß nicht, wie oft wir zu Hause bei Hans Biermann zusammengesessen haben, um die passenden Bilder und Texte zusammenzusuchen“, erklärte Sandtel und ergänzte, dass es einen „Riesenspaß“ gemacht hat. Bei dem Spaß hat sich dann zwischen den beiden Männern, die vorher kaum Verbindungen zueinander hatten, so Hans Biermann, „eine echte Freundschaft“ entwickelt.

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Hinweis

Die Ausstellung ist bis zum 17. Mai in der ehemaligen Stadtinfo am Markt in Anholt jeweils Sonntags von 11 bis 13 Uhr und Dienstags von 17 bis 19 Uhr geöffnet. Für Gruppen sind auf Anfrage auch Termine außerhalb der genannten Tage und Zeiten möglich. Ab dem 14. September ist die Ausstellung dann im Pfarrheim am Münsterdeich in Isselburg zu sehen.