Bürger sollen in der Gerätehaus-Frage entscheiden

Nun ist es amtlich. Am 20. September liegt die Entscheidung darüber, von wo aus der Löschzug Isselburg zukünftig zu seinen Einsätzen startet, bei den Bürgern. Mit 14:12 stimmten in der gestrigen Ratssitzung CDU, Grüne und Bürgermeister Rudi Geukes gegen das Bürgerbegehren und den Standort Stromberg.

Bei der gestrigen Ratssitzung im PZ der Verbundschule ging es teilweise sehr emotional zu. (Foto: Frithjof Nowakewitz)
Bei der gestrigen Ratssitzung im PZ der Verbundschule ging es teilweise sehr emotional zu. (Foto: Frithjof Nowakewitz)

Zunächst hatte Michael Moldenhauer als Sprecher der Interessengemeinschaft das Wort, um die Sachlage aus deren Sicht darzustellen. Dem gegenüber standen die Ausführungen von Ordnungsamtsleiter Frank Schaffeld, der den “Versuch einer Prognose” startete und seine Ausführungen auch so verstanden wissen wollte. Daraus ging hervor, dass, sollte das Gerätehaus zukünftig am Stromberg stehen, 1363 Haushalte von insgesamt 2358 von der Feuerwehr nicht innerhalb der Hilfsfrist von acht Minuten erreicht werden können. Bei Einsätzen von der Reeser Straße aus wären es “nur” 446 Haushalte. Zum Einsatzgebiet des Isselburger Löschzuges gehören Isselburg selbst, sowie Heelden, ein Teil der A3 und ein kleiner Teil von Herzebocholt. Dieser Versuch einer Prognose wurde mit den Zahlen Kreisbrandmeister Johannes Thesing vorgelegt, der sie laut Schaffeld als realistisch bezeichnete.

Bürger erhalten Broschüre mit allen Fakten

Ansonsten war dieser Tagesordnungspunkt geprägt von Vorwürfen, Zurückweisungen, Zahlen, Annahmen und Vermutungen. Letztendlich kam es zur Abstimmung, bei der sich die CDU, die Grünen und auch Bürgermeister Rudi Geukes gegen die SPD und die FDP mehrheitlich durchsetzten und das Bürgerbegehren und damit den Standort Stromberg ablehnten. Daher kommt es am 20. September zum Bürgerentscheid. Hierzu wird die Verwaltung eine kleine Broschüre erstellen, in der alle Fakten und Zahlen dargestellt sind. Diese Broschüre wird dann jedem Wahlberechtigtem mit den Wahlunterlagen zugeschickt. Damit können dann alle Wahlberechtigten das Für und Wider für den einen oder anderen Standort abwägen und entscheiden.

Titelgrafik: Albert Hesseling

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