Brieden & Waschk begeisterten Publikum

Das Isselburger Jugendblasorchester feierte 2014 sein 50-jähriges Bestehen. Zum Jahresabschluss hatten sich die Verantwortlichen noch einmal zwei Hochkaräter der Unterhaltung eingeladen. Die beiden Musikkabarettisten Brieden und Waschk zogen am vergangenen Freitag in dem rund zweistündigen Programm alle Register zwischen Musik und Kabarett. Das Publikum im Ev. Gemeindehaus Isselburg dankte es den Beiden zum Abschluss mit stehenden Ovationen.

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Zur Begrüßung erklärte der Vorsitzende des Blasorchesters Heinz Streuff, dass man das Ev. Gemeindehaus ganz bewusst für die Abschlussveranstaltung des Jubiläumjahres gewählt hatte. "Hier liegen unsere Wurzeln, hier hat alles angefangen". Zudem freute sich Streuff darüber, dass die Veranstaltung schon eine Woche vorher restlos ausverkauft war.

Musiklehrer sind Künstler

Danach übernahmen dann Brieden und Waschk das Geschehen. Und es dauerte eigentlich nur einige Minuten, bis sie das Publikum für sich gewonnen hatten. Ihr Programm war geprägt von schauspielerischen und musikalischen Fähigkeiten. Beide bezeichnen sich als Musiklehrer. "Musiklehrer sind Künstler". Das das so sein kann, zelebrierten sie mit Tuba, Klavier, Gitarre, Posaune und Schlagzeug. Ihr Programm war davon gekennzeichnet, sich selbst auf die Schippe zu nehmen, von Kinderliedern, die um die Welt gehen und von Rockmusik auf der Blockflöte. Das man als Musiklehrer verzweifeln kann, zeigten die beiden Musikkabarettisten ebenso, wie die Tatsache, dass die "Unvollendete" von Schubert auch in Isselburg unvollendet bleibt.

Rockblockflöten und Deep Purple

IMG_8829_brieden&waschk_bericht2Feststellen konnten die Besucher, dass Brieden und Waschk sehr erfindungsreich sind, um Liebeslieder auf italienisch zu zelebrieren. Wenn, wie in diesem Fall, der Text allerdings der Speisekarte einer Pizzeria entnommen wird, wird die Angebetete wahrscheinlich eher unwirsch die Stirn runzeln, als dem Sängerknaben entzückt in die zu Arme sinken. "Smoke on the Water", der Klassiker der Rockgruppe Deep Purple passt eigentlich nicht in das Programm von Musikkabarettisten. Aber was nicht passt, wird passend gemacht. So mussten dann nicht Bass, Schlagzeug und Gitarre herhalten um den Evergreen der Rockszene zu präsentieren, sondern schlichtweg zwei Blockflöten. Die beiden haben es unter dem Beifall der Besucher hervorragend hinbekommen.

Stehende Ovationen für einen tollen Abend

Brieden und Waschk zeigten, dass man einen Abend als Kabarettist auch ohne flache Witze gestalten kann. Musikalisches Können, Einfallsreichtum und viel Charme zogen sich wie ein roter Faden durch das Programm. Dabei spulten sie ihr Programm nicht etwa festgenagelt auf der Bühne ab. Sie wagten sich ins Publikum und banden es mit Katharina und Christina Zey sogar in ihr Programm ein. So dankte das Publikum den Beiden mit stehenden Ovationen für einen Unterhaltsamen Abend, der in dieser Form sicherlich gern einmal wiederholt werden darf.

Die Fotos der Veranstaltung gibt es in der Fotogalerie zu sehen.

Fotos: Frithjof Nowakewitz



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