Schüler helfen Schüler

Hausaufgaben sind für die meisten Schüler in der Regel eine eher unangenehme Last, auch wenn  Drittklässler Devin aus der Isselschule gerne Hausaufgaben macht. Heute machte es ihm und den fünf anderen Grundschülern besonderen Spaß, denn sie bekamen Unterstützung von Jessi und Yasmin Schemkes, Lina Kempkes und Isabel Jansen. Alle Vier gehen in die 9. Klasse der Verbundschule.

schuelerhelfenschueler_3_bericht

schuelerhelfenschueler_2_berichtschuelerhelfenschueler_5_berichtUnd genau das ist das Thema. Schüler helfen Schüler. Die Einen, die helfen, sind Neunklässler aus der Verbundschule, die Anderen gehen in die Grundschule an der Drengfurter Straße. Aber es geht nicht nur um die Hausaufgaben. Es gibt Grundschulkinder, die etwas gefördert werden müssen. Und dies in der Regel außerhalb des normalen Unterrichts. Vor gut einem halben Jahr starteten Isselschule und Verbundschule mit dem Versuch, Schüler/innen der Verbundschule mit einzubinden. Die Verbundschule ist eine "Gebundene Ganztagsschule". Daher ist dort an mindestens drei Tagen in der Woche auch nachmittags Unterricht. Meist in Form von Arbeitsgruppen, die sich mit bestimmten Themen beschäftigen. Aus diesen Arbeitsgruppen hatten sich die vier Mädchen für die Hausaufgabenbetreuung in der Isselschule gemeldet.

Die vier Neunklässlerinnen sind sich darin einig, dass es Spaß macht. "Ich arbeite gern mit Kindern", sagt die 14-jährige Lina Kempkes. Auch für Yasmin Schemkes ist es eine Herzensangelegenheit, den Grundschulkindern zu helfen. Ein anderer Grund ist, dass sie sich immer noch der Grundschule verbunden fühlt. "Ich bin selbst in diese Schule gegangen und kenn noch einige Lehrer".

Win-Win-Situation für alle Beteiligten

schuelerhelfenschueler_1_berichtOliver Tornow, Leiter der Verbundschule, kann dem Vorhaben mehrere Vorteile abgewinnen. Die Verbundschülerinnen übernehmen Verantwortung und können dabei schon austesten, ob die Arbeit mit Kindern vielleicht sogar ein Weg für das spätere Berufsleben ist. Für die Kinder der Grundschule mag es auch angenehmer sein, nicht von Lehrern, sondern von Jugendlichen betreut zu werden. Für Anja Schüler, Lehrerin an der Isselschule ist es unbestritten, dass das gemeinsame Projekt schon jetzt ein Erfolg ist. Und das in doppelter Hinsicht. Die Grundschulkinder erfahren, dass Hausaufgaben und Förderung durchaus Spaß machen können und die Motivation für Schule steigt. Die Eltern der betreffenden Kinder wissen, dass den Sprösslingen geholfen wird. Dadurch verlieren sie vielleicht auch mögliche Vorbehalte gegenüber der Verbundschule.

Die Verbundschülerinnen, möglicherweise kommen ja auch noch einige Jungs dazu, sind Dienstags, Mittwochs, und Donnerstags in der Isselschule, um den Grundschülern der Klassen 1-4, deren Eltern das Angebot annehmen wollen, bei den Hausaufgaben und möglicher Förderung zu helfen.



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