Gemeinsam gegen Fracking

Frank Häusler (CDU), Kevin Schneider (FDP), Bürgermeister Rudi Geukes, Michael Kempkes und Detlef Alstede (beide Isselburg21), sowie Dr. Theo Beine (SPD) und Uwe Übelacker (Grüne) sind sich einig: Fracking darf es nicht geben (Foto: Frithjof Nowakewitz)
Frank Häusler (CDU), Kevin Schneider (FDP), Bürgermeister Rudi Geukes, Michael Kempkes und Detlev Alstede (beide Isselburg21), sowie Dr. Theo Beine (SPD) und Uwe Übelacker (Grüne) sind sich einig: Fracking darf es nicht geben (Foto: Frithjof Nowakewitz)

"Wenn wir hier demnächst die 380-kv-Leitung mit bis zu 70 Meter hohen Türmen und in unmittelbarer Nachbarschaft auf der holländischen Seite Frackingtürme mit bis zu 50 Meter hohen Türmen hinbekommen, und dies zuätzlich zu dem Kieswerk, dann ist der Tourismus in Isselburg gestorben", erklärte Michael Kempkes von Isselburg21 am Mittwoch auf einer Pressekonferenz.

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Und mit dieser Meinung steht Kempkes nicht alleine da. Alle politischen Parteien und die Verwaltung verurteilen das Vorhaben des niederländischen Wirtschaftsministeriums, Fracking im grenznahen Raum zu Deutschland zu erlauben, auf das Schärfste. Und auch immer mehr Bürger wehren sich dagegen. Unterschriftenaktionen der Isselburger Grünen beim REWE-Markt Onstein und am vergangenen Sonntag auf dem Stadtfest waren sehr erfolgreich.

Unterschriftenaktion gegen Fracking bei Rewe-Onstein

Aber das ist noch nicht genug. Auch am morgigen Samstag werden die Grünen wieder vor dem Eingang des Rewe-Marktes in Anholt stehen, um die Menschen über die Folgen des Frackings aufzuklären. Und die sind, wie die vielen Beispiele aus den USA zeigen, gravierend. Die Freisetzung von natürlicher Radioaktivität, Verseuchung des Grund- und Trinkwassers und kleinere Erdbeben sind sehr wahrscheinlich.

Einspruch schriftlich einlegen

Die niederländische Politik scheint allerdings wenig an deutschen Widersprüchen interessiert zu sein. Ja, sie werden zum Teil sogar blockiert. So wurde ein Server blockiert, auf dem ein Widerspruchsformular in deutscher Sprache angelegt war. Wer online dem Vorhaben widersprechen will, muss dies in niederländischer Sprache tun. Und da das Formular für niederländische Adressen ausgelegt ist, hat jemand, der in Deutschland wohnt, schon Schwierigkeiten, dort seine Adresse einzugeben. Aber es gibt ja auch noch die Möglichkeit der guten alten Briefpost. Ein vorbereitetes Schreiben kann man hier, oder auf der Website der Bürgerinitiative Isselburg21 herunterladen. Man braucht es dann nur noch ausdrucken, seine Adresse eintragen, unterschreiben und an die bereits eingetrage Adresse zu schicken.

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