Nicht alles, aber vieles ist ab sofort bei der Handballspielgemeinschaft anders als bisher. Die Saison 2013/2014 ist seit sechs Wochen beendet. Aber hier bewahrheitet sich der Spruch, dass nach der Saison vor der Saison ist. Und die Spielzeit 2014/2015 hat bei der HSG schon jetzt begonnen.

Was genau hat sich denn nun bei den Handballern geändert? Zunächst mal hat nun Trainer Martin Weber als Nachfolger von Rolf Paschmann das Sagen. Ein Neuling ist Weber nicht. Als Trainer nicht, aber auch nicht als Mitglied der HSG. Denn Weber hat das Team vor einigen Jahren schon einmal trainiert. Und der neue Coach hat eine genaue Vorstellung von dem, was er mit der Mannschaft erreichen will. Und vor allem, wie er es erreichen will. Das Wie ist ganz einfach: Disziplin und Leistungswille stehen an oberster Stelle. Martin Weber ist kein Schleifer. Er lebt das, was er von der Mannschaft verlangt, den Spielern vor. Er erklärt, er verlangt, er lobt. Und mit Betreuer und Urgestein Uwe Buil hat Martin Weber einen uneingeschränkten Unterstützer.

Christian Blümel (links) und Ole van Alst (rechts) sind zwei Neuzugänge, die das Team von Martin Weber (mitte) auf der rechten Angriffseite verstärken sollen (Foto: Frithjof Nowakewitz)
Christian Blümel (links) und Ole van Alst (rechts) sind zwei Neuzugänge, die das Team von Martin Weber (mitte) auf der rechten Angriffseite verstärken sollen (Foto: Frithjof Nowakewitz)

Die HSG  hat die vergangene Bezirksligasaison als Tabellensiebter mit einem ausgeglichenen Punktekonto beendet. Also sozusagen im Tabellenniemandsland. Ein großes Problem war in den vergangenen Monaten die mangelnde Trainingsbeteiligung. Bei einem Treffen am vergangenen Samstag, an der alle Spieler, Trainer und Betreuer teilnahmen, wurde auch dieses Thema behandelt. Vielleicht ist es ja menschlich, dass der letzte Biss fehlt, wenn es keine Ambitionen nach oben gibt und nach unten keine Gefahr droht. Diese Situation soll es bei und mit Martin Weber nicht geben. Da gibt es nur zwei Dinge, die wichtig sind: Training und Vollgashandball. Und der Trainer hat jetzt Alternativen im Kader. Insgesamt stehen 17 Spieler zur Verfügung. Aber nur 14 Spieler dürfen während eines Spiels eingesetzt werden. Und die Konkurrenz ist nicht nur zahlenmäßig da, sondern auch in der Leistungsdichte.

Zwei Neuzugänge bieten der HSG neue Möglichkeiten

Mit Linkshänder Christan Blümel kam vom SV Friedrichsfeld ein Zweimetermann zur HSG, der der gegnerischen Abwehr allein schon durch seine Erscheinung einige Kopfschmerzen bereiten kann. Blümel ist mit 31 Jahren im besten Handballeralter. Das Gegenteil ist der zweite Neuzugang Ole van Alst. Dies bezieht sich allerdings nur auf das Alter und die Erfahrung. Van Alst ist 18 Jahre jung und muss sich erst in das Team hineinfinden. Seine Statur allerdings signalisiert schon Durchsetzungskraft. Und auch er ist Linkshänder. Aus der eigenen Jugend kommt mit Alex Niersbach der dritte Linkshänder. Echte Linkshänder fehlten in der Vergangenheit, was natürlich auch negative Auswirkungen auf die Spielweise hatte.  Zudem verfügt das Bezirksligateam mit Daniel Knist nun über einen dritten Torhüter. Bis auf Maik Müller, der seine aktive Laufbahn beendet, bleibt das Team zusammen.

"Wir sind personell jetzt so gut aufgestellt, um unter die ersten Drei zu kommen", erklärte Uwe Buil. Damit ist das Saisonziel klar definiert. Und damit der Wunsch auch Wirklichkeit wird, hat Martin Weber schon jetzt das Training mit der Mannschaft aufgenommen. Jetzt hat man Zeit, Spielzüge und Laufwege zu trainieren. Und dies wird bis Anfang Juli durchgezogen. Dann gibt es für alle einen dreiwöchigen Urlaub. Am 25. Juli startet die gesamte Mannschaft ins Trainingslager nach Trier. Dort stehen den Spielern drei harte Tage bevor, in denen sich Training und Spiele gegen höherklassige Gegner abwechseln. Alle Spieler haben außerdem auch außerhalb des Trainings noch bestimmte Aufgaben. Eine bestimmte Anzahl Sit Ups und  Läufe müssen innerhalb einer Woche absolviert werden. Und damit keiner mogelt, überwacht eine Handy-App die jeweiligen Aktivitäten. Uwe Buil machte deutlich, dass der Verein alles tut, um seinen Teil zum Erfolg der Mannschaft beizutragen. Spielen muss die Mannschaft aber immer noch selbst. Das Umfeld um Vorstand, Trainer und Betreuer wollen dafür sorgen, dass sie das in einem optimalen Zustand kann.



Schreibe einen Kommentar