Zurück zu den Wurzeln – Hauptschule soll bleiben

Der Kelch, dass alle Schüler ab dem fünften Schuljahr in eine ortsfremde Schule gehen müssen, geht wohl an Isselburg vorbei. Verwaltung und Politik sprachen sich gestern Abend im Ausschuss für Jugend, Schule, Sport, Kultur, Soziales (JSSKS) einstimmig für die Beibehaltung des Hauptschulzweiges aus.

Bürgermeister Rudi Geukes sprach sich eindeutig für den Erhalt des Hauptschulzweiges aus
Bürgermeister Rudi Geukes sprach sich eindeutig für den Erhalt des Hauptschulzweiges aus

Für den Erhalt des Hauptschulzweiges sind mindestens 18 Anmeldungen erforderlich. Ob es dazu kommt, steht und fällt also (wieder mal) mit dem Anmeldeverhalten der Eltern. Bürgermeister Rudi Geukes machte deutlich, dass gerade der Hauptschulzweig alle Möglichkeiten für eine zukünftige Berufswahl bietet. Zwischen der Schule und verschiedenen Gewerbebetrieben der Stadt besteht seit einigen Jahren eine enge Partnerschaft.

"Das viele Eltern der Hauptschule positiv gegenüber stehen, wurde auf der Sitzung der Schulpflegschaft deutlich", erklärten Rudi Geukes und Frank Schaffeld, die beide bei der Sitzung zugegen waren. Geukes plädierte zu Beginn des Tagesordnungspunktes dafür, seitens der Politik ein eindeutiges Votum für die Hauptschule zu bekommen. In der Abstimmung gab es dann auch keine Gegenstimmen oder Enthaltungen.

Die CDU-Fraktion brachte zuvor den Antrag ein, gegen den Beschluss der Bezirksregierung zu klagen. Sie begründete dies damit, dass das Schulministerium die für die Errichtung einer Sekundarschule notwendigen Schülerzahlen erst im Oktober genannt habe, obwohl diese schon im März vorlagen. Daher habe die Elternbefragung auch unter Zeitdruck durchgeführt werden müssen. "Wir sind auf keinen Fall gegen die Einrichtung der Hauptschule, sondern wir wollen uns die wenigen Optionen, die es gibt, einfach offen halten", erklärte Dr. Gerhard Krause. Dem Ansinnen der CDU wollten die anderen Parteien nicht folgen. Mit 10:7 Stimmen wurde der Antrag der CDU abgelehnt.

Der gestrige Beschluss "Pro Hauptschule" sieht vor, dass es ein vorgezogenes Anmeldeverfahren geben wird. Dies hat den Sinn, Eltern die Zeit zu geben, ihre Kinder an anderen Schulen anzumelden, falls die notwendigen 18 Anmeldungen in Isselburg nicht zustande kommen.



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