Vereine lehnen angedachte Hallennutzungsgebühren vehement ab

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Kann sich der SuS Isselburg das traditionelle Tischtennis-Osterturnier nach Einführung der Hallennutzungsgebühren noch leisten? Archivfoto IL

Am Mittwoch, 25.9. findet um 17 Uhr in der Mensa der Verbundschule die Sitzung des Ausschuss für Jugend, Schule, Sport, Kultur, Soziales (JSSKS) statt. Dabei geht es in der Tagesordnung unter Punkt 6 auch um die Erhebung von Hallennutzungsgebühren. Diese sind in der Sitzungsvorlage klar definiert. Nach Ansicht der Vereine, die sie in einem Schreiben an den Ausschuss und den Rat klar dargelegt haben, hätte die Einführung der geplanten Gebühren die Konsequens, dass hallensporttreibende Vereine ihre Aktivitäten nicht mehr in Isselburg, sondern in andere Kommunen verlagern würden. Dies ist bei den Volleyballdamen aus Werth und den Handballern der HSG teilweise schon jetzt so. Aufgrund der thematischen Brisanz wird es auf den Zuschauerbänken in der Mensa wohl ziemlich eng, denn es werden sicherlich viele Vereinsvertreter dem Sitzungsverlauf beiwohnen wollen.

Hier der Wortlaut des von fünf Vereinen unterzeichneten Schreibens:

 

An den Ausschuss
für Jugend, Schule, Sport,
Kultur und Soziales46419 Isselburg 46419 Isselburg,. 24.09.2013
Ausschusssitzung am Mittwoch, 25.09.2013
Drucksache: 103/2013 – Einführung von Hallennutzungsgebühren
Drucksache: 105/2013 – RasensportSehr geehrte Damen und Herren,mit großem Befremden und Entsetzen haben die Sportvereine der Stadt Isselburg den Inhalt o.a. Drucksachen zur Kenntnis genommen.Es ist ja nicht das erste Mal, dass versucht wird, die Sportvereine für finanzielle Missstände der Stadt Isselburg bluten zu lassen. Vor einigen Jahren bereits wurden die Erträge der Bandenwerbung in der Sporthalle Isselburg als Ersatz für die Hallenbenutzungsgebühren an die Stadt Isselburg abgetreten. Der jetzige Vorschlag hat zur Folge, dass sich die Sportvereine die Benutzung der Hallen nicht mehr leisten können und demzufolge andere Möglichkeiten suchen werden. Das bedeutet, dass demnächst Volleyballer in Bocholt, Tischtennisspieler in Millingen und Handballer in Mehrhoog ihrem Hobby nachgehen werden.

Die Stadt Isselburg sonnt sich darin, dass ca. 50 % der Bevölkerung einem Sportverein angehören. Bei Durchsetzung dieser Vorlage werden es in Zukunft nicht mal mehr die Hälfte der oben genannten 50 % sein.

Durch den Wegfall der Zuschüsse an die rasensporttreibenden Vereine, wird es in kürzester Zeit keine Sportvereine mehr geben. Bereits jetzt ist es für die Sportvereine kaum noch möglich, die Plätze und auch die dazugehörigen Gebäude und Anlagen so zu erhalten, wie es immer der Anspruch der Vereine war. Zuschüsse aus dem Jahr 2012 wurden bis heute nicht an die Sportvereine ausgezahlt.

Wenn man jetzt ca. 14.000,00 € für ein Gutachten ausgeben will, dass die Zentralisierung der Sportplätze durchleuchten soll, so ist das verschwendetes Geld, das man besser in die Sportförderung steckt.

Bei Annahme dieser Vorschläge, werden soziale Umfelder zerstört. Integration in den Vereinen entfällt. Ein Anstieg der Kriminalität ist nicht auszuschliessen, da es in den Ortsteilen an Alternativen für die Freizeitbeschäftigung fehlt. Welche Anreize kann man evtl. Zuzugswilligen in Isselburg bieten?

Mit dieser Vorlage wird das Ehrenamt in den Vereinen mit Füssen getreten. Alle ehrenamtlich tätigen, opfern nicht nur Ihre Freizeit sondern sind auch durch Bereitstellung von Fahrzeugen finanziell schon sehr belastet.

Die Sportvereine der Stadt Isselburg appellieren hiermit an den Ausschuss und an die Ratsmitglieder diesen Vorschlag der Haushaltskommission eindeutig abzulehnen.

Mit freundlichen Grüßen
SuS Isselburg, Westfalia Anholt, 1.FC Heelden, SV Werth, TC Isselburg

 

 



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