Anholt und das Fürstenhaus bilden eine feste Liaison. Das merkt man vor allem daran, dass die Anholter Bevölkerung großen Anteil daran nimmt, wenn im Fürstenhaus etwas Besonderes ansteht. Und auch äußerlich zeigt sich die Wasserburg an solchen Tagen mit der Beflaggung anders als sonst. Dies war auch an diesem Wochenende so. Fürst Carl Philipp zu Salm-Salm feierte am Pfingstsonntag seinen 80. Geburtstag. Am gestrigen Montag fand nach einem Dankgottesdienst ein großer Empfang in den Räumen der Wasserburg statt.

Von der großen Terrasse der Wasserburg konnten das Fürstenpaar und die Gäste das Treiben der Vereine gut beobachten
Auch die Anholter Vereine machten dem Jubilar ihre Aufwartung

fuerst_geburtstag_ 120_bericht3Den eigentlichen Geburtstag beging der Jubilar im Kreise seiner großen Familie. Knapp 90 Familienmitglieder trafen sich am Sonntag gegen 20 Uhr, um gemeinsam zu feiern. Gestern wurde der Geburtstag dann auch “öffentlich” gefeiert. Der Tag begann mit einem Dankgottesdienst in der Pankratius-Kirche. Bannerträger der Schützen, der KAB, des Roten Kreuzes und der Fahnenschwenker zogen gemeinsam mit einem Dutzend Messdiener in die Kirche ein.  Der Gottesdienst wurde mitgestaltet vom Kirchenchor St. Pankratius, von einem Streicher-Ensemble und von der Sopranistin Violetta Palatinus. Während der Sohn des Jubilars, Prinz Clemens zu Salm-Salm, die Lesung hielt, beteten die Enkel  Emanuel, Flaminia und Helena von Grolman die Fürbitten.

Pastor Klaus Winkel gab zu, im Vorfeld etwas nervös gewesen zu sein. Vor allem bei der Textfindung zu seiner Predigt habe er zunächst Schwierigkeiten gehabt. “Das Blatt ist lange weiß geblieben”. In seiner Predigt wies Winkel darauf hin, dass der Fürst in seinem Leben viel positives, aber auch viel negatives erfahren hat. “Der Glaube war jedoch immer ein Kraftquell, um auch schwierige Situationen zu meistern”.

Von der Terrasse der Wasserburg beobachteten das Fürstenpaar und die Gäste die Darbietungen der Anholter Vereine
Von der Terrasse der Wasserburg beobachteten das Fürstenpaar und die Gäste die Darbietungen der Anholter Vereine

Am Nachmittag fand dann der Empfang der geladenen Gäste statt. Mehr als 300 Menschen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport reihten sich in die lange Schlange der Gratulanten ein. Im Rittersaal stand ein großes Buffet bereit und die Servicekräfte des Restaurants der Wasserburg sorgten für die Getränke. Gegen 16 Uhr präsentierten sich Anholter Vereine vor der großen Terrasse. Und als ob es so bestellt war: Kurz zuvor hörte es auf zu regnen. Das Fürstenpaar und die Gäste lauschten dann den Tönen des Grenzlandtambourcorps, von Jagdhornbläsern und des Isselburger Blasorchesters, sowie dem Männergesangverein und dem Anholter Kirchenchor. Die Fahnenschwenker aus Anholt und von der Regniet zeigten die Kunst des Fahnenschlagens. Und auch das DRK und die Feuerwehr waren mit Abordnungen vertreten. Und dies alles im Beisein zahlreicher Parkbesucher. Das Kassenhäuschen am Parkeingang blieb zur Feier  des Tages geschlossen, der Eintritt war frei. Fürst Carl Philipp zeigte sich angesichts der Darbietungen sichtlich gerührt. “Es war ein phantastischer Anblick und ein großes Erlebnis”, befand der Jubilar. Die Gäste auf der Terrasse waren aufgrund der musikalischen Darbietungen derart in Stimmung geraten, dass sie dem Geburtstagskind ein Ständchen brachten und ihn anschließend hochleben ließen.