Vier Anholter Sportschützen hatten sich in diesem Jahr wieder für die Deutsche Meisterschaft in der Disziplin „Luftgewehr Auflage“ qualifiziert. Der Weg dahin führte über verschiedene Wettkämpfe, die über das ganze Jahr verteilt sind, zum erhofften Ziel.

Es fängt mit der Teilnahme an der Kreismeisterschaft an, danach erfolgt die Bezirksmeisterschaft – beide Wettkämpfe finden auf der Schiesssportanlage des KKS in Brünen statt. Um eine Startbenachrichtigung zur Landesverbandsmeisterschaft in Frechen zu erhalten, erfordert es eine Mindestringzahl bei der Bezirksmeisterschaft.

Über das Ergebnis der LVM qualifiziert man(n) oder Frau sich dann, wiederum über eine Limitzahl, für die Deutsche Meisterschaft. Diese wird ab der „Seniorenklasse A“ in Dortmund, beim LLZ, auf „Elektronischen Schiessanlagen“ ausgetragen. Eine „Limitzahl“ wird sowohl für die Mannschaft als auch für die/den Einzelstarter gefordert.

Franci Hassel, seit Jahren ein Garant für gutes Schiessen, startete in der Klasse „Seniorinnen C“. Hier stellte sie sich, zusammen mit 79 Mitstreiterinnen aus ganz Deutschland, dem Wettkampf und beendete ihn mit 293 (von 300 möglichen) Ringen und belegt einen beachtlichen 29sten Platz.

Aufregend wurde der nächste Wettkampftag für die Mannschaft, Klasse „Senioren A“, der ASpSch, Haralt und Anneliese Geisler und Regina Alstede. Ihre Startzeit hatten die drei für 16.10Uhr zugeteilt bekommen, der letzte Lage der DM.

Von 223 Mannschaft erzielten die Anholter mit 884 Ringen  Platz 83,  nur 11 Ringe hinter der Siegermannschaft  mit 895 Ringen. In der Einzelwertung (Damenklasse Senioren A) belegte Regina Alstede Platz 35 mit 297 Ringen und Anneliese Geisler mit 287 Ringen Platz 182.

Groß war die Freude, als Haralt Geisler mit dem Höchstergebnis, 300 von 300 zu erreichenden Ringen, den Wettkampf für sich beendete. Dieses Ergebnis hatten im Laufe des Tages noch 15 weitere Schützen erzielt. Um den Deutschen Meister zu ermitteln mussten die 16 Schützen sich erneut dem Wettkampf in einem Finalschiessen stellen. Nach einer kleinen Pause wurden Haralt Geisler und den anderen Schützen ein neuer Schiessstand zugewiesen.

Es erfordert gute Nerven um dieses Schiessen durchzustehen. Nach einer Vorbereitungszeit von ca. 10 Minuten, die erforderlich sind um sich wieder auf dem neuen Stand einzurichten, durfte jeder Schütze einige Schüsse zur Probe abgeben. Danach kam die nervenaufreibendste Zeit. Alle Schützen durften erst nach dem Kommando „Start“ einen Schuss abgeben. Jedem Kommando „Start“ folgt nach 45 Sekunden das Kommando „Stopp“. Insgesamt wurden so 5 Schuss abgegeben. Die Auswertung dieser Schüsse erfolgt im Finale in der 10-tel Wertung. Dies bedeutet eine 10 (Höchstergebnis) kann einen Höchstwert von bis zu 10,9 erreichen. Alle Zuschauer verfolgten auf mehreren großen Leinwänden die Schiessergebnisse, die während  des Wettkampfes mittels Beamer die Schussbilder mit der Wertung direkt anzeigten.

Das Publikum sparte nicht mit Beifall für die guten Schützen. Diese sehen auf den elektronischen Schiessanlagen nur ihr Ergebnis, die der Mitbewerber sind nicht einsehbar. Die addierten fünf “Wertungsschüsse dienten als Grundlage für das „Ausscheiden„ der Schützen ab der sechsten Schiessrunde. Hinter jedem Schützen stand eine Aufsichtsperson, die den Schützen während der ganzen Zeit beobachtet. Haralt Geisler schied in der vierten Wertungsrund aus und durfte von seinem Startplatz zurücktreten. Er belegte von den 650 Schützen, die sich in seiner Altersklasse in diesem Jahr dem Wettstreit stellten, den 12. Platz. Er gehört mit seinen 300 Ringen zu der Elite von 16 Schützen, die in diesem Jahr das Höchstergebnis erzielten.

Fotounterschrift von links: Haralt Geisler, Regina Alstede, Anneliese Geisler

Foto: Privat



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