Bei den Bären war was los

Dichtes Gedränge herrschte am vergangenen Samstag vor den beiden Bärengehegen in der Anholter Schweiz. Mehr als 200 Menschen, die eine Patenschaft für die Bären übernommen haben, waren beim diesjährigen “Patentag” dabei.

Der Vorsitzende der International Bear Federation Deutschland e.V, Günther Oltrogge hatte zunächst die zahlreichen Besucher begrüßt. Hierbei bedankte er sich nicht nur bei den Paten für deren Unterstützung, sonder auch beim Deutschen Tierschutzbund, der einen wesentlichen Teil zum Unterhalt des Bärengeheges beiträgt. Und auch der plötzliche Tod von Bene, dem Bären, der mit großem Aufwand aus nicht artgerechter Haltung in Frankreich gerettet wurde, kam zur Sprache. Oltrogge kündigte an, dass bald ein neuer Bär Einzug in das Bärengehege halten wird. Die Vorbereitungen hierzu haben schon begonnen.

Viele der Paten waren schon oft im Anholter Bärenwald, andere sahen die Bären zum ersten Mal in “fast” freier Wildbahn. Für alle jedoch war es sehr interessant, der Fütterung der Bären beizuwohnen. Pflegerin Sandra Kühn erklärte dem Publikum, wie welcher Bär heißt und die Geschichte eines jeden Bären. Die außergewöhnlichen Leckereien, wie verschiedene Obst- und Gemüsesorten, kam den Bären sehr gelegen. Ab und an gab es Futterneid, so dass einige der zotteligen Zeitgenossen nicht immer einer Meinung waren.

Eine Neuerung gibt es für die Braunbären. Eine Futterrolle soll die Tiere dazu animieren, etwas für ihre Leckereien zu tun und um damit auch mögliche Langeweile bekämpfen. Die rund 800 kg schwere, aus einem dicken Baumstamm angefertigte Rolle, wird von den Pflegern regelmäßig mit Obst und Nüssen befüllt. Durch Drehen der Rolle fallen die Früchte durch extra eingearbeitete Löcher auf den Boden und können dann durch die Bären verspeist werden.

Für die Besucher standen zwei große Zelte bereit, in denen man dann bei Kaffee und Kuchen über die Bären, den Bärenpark und die verschiedenen Möglichkeiten der Unterstützung fachsimpeln konnte. Für den Unterhalt des Bärenparkes und die damit verbundene artgerechte Haltung sind große Summen erforderlich. Jedes Tier benötigt täglich 10 bis 15 kg Futter. Unterhalt und Pflege des Geheges, die Bezahlung der Pfleger und nicht zuletzt die medizinische Betreuung der Tiere verschlingen sehr viel Geld. Deshalb ist die weitere Unterstützung durch Patenschaften notwendig. Wer also dazu beitragen will, dass die Tiere auch zukünftig artgerecht leben können, kann sich bei Evelyn Vos-Kramer unter 02874-9055838 melden.

Auch der Besuch des 4. Anholter Teddybärenherbst, der am 29. und 30. September stattfindet, kann dazu beitragen.

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