Braunbär Bene genießt seine wieder gewonnene Freiheit

Bereits seit Oktober letzten Jahres lebt der ehemalige Zirkusbär Bene nun schon in seinem neuen Heim, dem Anholter Bärenwald. Gemeinsam mit französischen Tierschützern (Code Animal) und der International Bear Federation (IBF) hatte der Deutsche Tierschutzbund den Bären aus einer katastrophalen Haltung gerettet. Mittlerweile hat er sich sehr gut im 10.000 Quadratmeter großen Bereich für Braunbären eingelebt. Nach Quarantäne und Eingewöhnung sowie Kastration und Krallenbehandlung wurde er jetzt mit dem ersten der drei Braunbärenweibchen vergesellschaftet.

Der Bärenpark in der Anholter Schweiz ist Zufluchtsort für geschundene Bären

Dafür wurde die Paarungszeit der Braunbären gewählt, da dann am ehesten ein friedliches Miteinander der Tiere möglich ist. Darüber hinaus wurde Bensi, die ruhigste Bärendame, für ein erstes Aufeinandertreffen ausgesucht. Nach einem Beschnuppern durch den Zaun lief das Beisammensein zunächst etwas ruppig, aber für Braunbärenverhältnisse völlig moderat ab. Auf Brummen, Brüllen und kleinere Drohgebärden folgten sehr schnell friedlich-freundschaftliche Verfolgungsjagden. Nun wird Bene nach und nach mit den anderen Weibchen zusammengeführt.

Bene macht insgesamt einen guten Eindruck, hat viele Kilos zugelegt und wirkt schon jetzt um einiges größer als die Weibchen. Trotzdem fehlen ihm noch gut 80 kg bis zum Normalgewicht“, beschreibt Günther Oltrogge, Vorsitzender des IBF, den aktuellen Zustand des Bären. „Schön ist auch, dass er trotz der jahrzehntelangen Qualhaltung bereits wieder viele typische Verhaltensweisen zeigt “, so Oltrogge.

Noch immer geht es Hunderten anderer Bären in europäischen Zoos und Zirkussen schlecht. Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, dazu: „Das muss sich ändern! Bären sind Wildtiere, die ausreichend große und naturnah strukturierte Gehege brauchen, um ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben zu können. Mit dem Projekt Anholter Bärenwald wollen wir auf diese Probleme aufmerksam machen und zumindest für Großbären tierschutzgerechte Lösungsmöglichkeiten aufzeigen.“

Morgen (14.05.) können sich auch die Paten im Rahmen des alljährlichen Patentreffens von Benes und Bensis Glück überzeugen. Bereits seit 1999 betreibt der Deutsche Tierschutzbund in Zusammenarbeit mit der International Bear Federation (IBF) das Bärenschutz-Projekt Anholter Bärenwald im Biotopwildpark Anholter Schweiz

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