Sportvereine sehen ihre Existens gefährdet

Die im Rahmen der Haushaltskonsolidierung seitens der Verwaltung angstrebten Hallennutzungsgebühren würde die Sportvereine, die Hallensport betreiben, existensgefährdend treffen. Dies ist der Tenor, der von den Verantwortlichen aus den betreffenden Vereinen kommt. Die Tischtennisabteilung vom SuS Isselburg müsste, um die geplanten 3,50 Euro je Stunde aufzufangen, den Beitrag für ihre Mitglieder um 25 – 30% erhöhen. Frank Hakvoort befürchtet, dass eine Beitragserhöhung in diesem Maße von den Mitglieder nicht mitgetragen werden kann und demzufolge mit Vereinsaustritten zu rechnen sei. Michael Menke, Vorsitzender des SV Werth, sieht das für die Breitensport- und Volleyballabteilung ähnlich. Vor allem die Volleyballabteilung mit ihren zahlreichen Mannschaften wäre von der neuen Gebühr stark betroffen. Menke führt an, dass gerade die Damenmannschaft als sportliches Aushängeschild Isselburg´s angesehen werden muss. Die Mannschaft steht vor dem Aufstieg in die Oberliga. Eine Erhöhung im vorgesehen Maß kann der Verein nicht stemmen, der Volleyballbetrieb wäre nicht, zumindest nicht auf dem hohen sportlichen Niveau, durchführbar.

Dies macht Menke in einem offenen Brief, den er in der heutigen Sitzung den Ausschussmitgliedern überreichen will, auch deutlich. Inhaltlich heißt es da:

“Mit den geplanten Änderungen kämen auf den SV Werth Belastungen zu, die wir nicht Schultern können. Nach den Berechnungen kosten uns diese Vorschläge jährlich mehr als 6.000 Euro. Um die Kostenseite zu senken, haben wir keinen großen Spielraum, in den letzten Jahren haben wir uns schon immer optimiert, um den Mitgliedern einen bezahlbaren Sport zu bieten. Folglich käme nur die Abmeldung von Hallenstunden in Frage, was dazu führen wird, dass uns die Mitglieder weglaufen.”

Dies betrifft selbstverständlich in gleicher Weise auch die Sportler der Handball-Spiel-Gemeinschaft mit all ihren Mannschaften von der F-Jugend bis hin zur Herren-Mannschaft, die in der Bezirksliga spielt. Und auch der VfL Anholt mit seinen zahlreichen Kursen müsste Kursgebühren erhöhen, oder das Angebot reduzieren oder ganz einstellen. Die angedachten Hallennutzungsgebühren kämen gleichzeitig mit einer Kürzung der Sportförderung und würde die Vereine damit doppelt treffen. Gerade die Vereine leisten eine wertvolle und unverzichtbare Jugendarbeit, die bei einer derartigen Belastung von den Vereinen dann möglicherweise nicht mehr geleistet werden kann.

Bei der heutigen Sitzung, die um 17 Uhr im Konferenzraum der Stadthalle stattfindet, könnte es wieder eng werden, da zahlreiche Vereinsmitglieder ihr Kommen angekündigt haben.

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