Stadt Isselburg will dem Eichenprozessionsspinner zu Leibe rücken

In den vergangenen Jahren ist es im Stadtgebiet Isselburg zum Teil zu einer enormen Populationsausweitung des Eichenprozessionsspinners gekommen. Die Raupen dieses Schmetterlings, die fast ausschließlich auf Eichen zu finden sind, bilden ab einem bestimmten Larvenstadium eine Vielzahl von sehr feinen Haaren aus, die mit einem Nesselgift besetzt sind. Diese mit Widerhaken versehenen Haare lösen aufgrund des enthaltenen Nesselgiftes unmittelbar nach Berührung neben Juck- und Augenreizungen, Ausschlag, Quaddeln, Knötchen, Hautentzündungen, Reizungen der oberen Atemwege bis hin zu Atemnot, Schwindel, Benommenheit und Fieber aus.

Entsprechend der vorgenannten Populationsausweitung hat in den letzten Jahren auch der Umfang der durch den Eichenprozessionsspinner ausgelösten gesundheitlichen Beschwerden in Isselburg zugenommen. Personen, die immer wieder einer Belastung mit diesen Haaren ausgesetzt sind, können immer stärkere Symptome aufweisen.

Deutlich wahrzunehmen waren auch die teilweise erheblichen Fraßschäden an Eichen im Stadtgebiet.

Daher hat sich die Stadt Isselburg bereits seit dem Jahr 2008 entschieden, auf den Flächen, für die die Stadt Isselburg verkehrssicherungspflichtig ist, eine Bekämpfung der Eichenprozessionsspinnerraupen durchzuführen. Diese Bekämpfung wird durch Besprühen der Eichen sowohl vom Boden aus als auch mittels Helikopterbefliegung durchgeführt.

Dabei wird ein Präparat aufgebracht, dass die Raupen nur durch die Nahrungsaufnahme, d. h. über das Fressen der Eichenblätter, in den Körper aufnehmen können. Wesentlicher Wirkstoff dieses Präparates ist das Bakterium Thuringiensis. Durch den speziellen Zuschnitt dieses Präparates, die kurze Wirksamkeitsdauer von höchstens 5-6 Tagen, den Zeitpunkt der Aufbringung und die Beschränkung im Wesentlichen auf Eichen wirkt dieses Präparat fast ausschließlich gegen den Eichenprozessionsspinner. Ebenfalls können der kleine und große Frostspanner, der Eichenwickler und der Schwammspinner betroffen sein, die aber ihrerseits als ausgemachte Forstschädlinge betrachtet werden.

Das Präparat ist sowohl bei direktem Hautkontakt oder im Falle des Einatmens sowohl für Mensch als auch z. B. für Nutzvieh und Haustiere völlig ungefährlich.

Diese Bekämpfung soll auch im Jahr 2010 durchgeführt werden und nach derzeitiger Planung ungefähr in der 19. Kalenderwoche stattfinden.

Die Stadt Isselburg möchte Bürgern, die durch befallene Eichen auf ihrem Privatgrundstück möglicherweise ebenfalls betroffen sind, die Möglichkeit anbieten, sich der vorgenannten Bekämpfungsaktion anzuschließen und damit eine vermutlich günstige Gelegenheit wahrzunehmen, eine Bekämpfung auf dem eigenen Privatgrundstück vornehmen zu lassen.

Interessierte Bürger sollten sich bis spätestens 26. April 2010 bei der Stadtverwaltung melden. Als Ansprechpartnerin steht Frau Kleideiter (Tel.: 02874/91131) zur Verfügung.

Schreibe einen Kommentar