Kreis Borken rät zur Krebsvorsorge

Darmkrebs ist die einzige Krebserkrankung, die sich durch Vorsorgemaßnahmen beinahe hundertprozentig verhindern lässt. Trotzdem werden allein in Deutschland jährlich rund 69.000 Fälle von Darmkrebs diagnostiziert. Ein Grund dafür ist die Furcht vor der Darmspiegelung. Vor allem die Reinigung des Darms vor der Untersuchung steht in dem Ruf, eine Qual zu sein. „Dabei erleichtern inzwischen moderne Trinklösungen die Darmreinigung und machen sie damit angenehmer und weniger belastend”, erklärt der Leiter des Fachbereichs Gesundheit beim Kreis Borken, Dr. Gerhard Ettlinger. Er unterstützt die Initiative des Deutschen Grünen Kreuzes, das für die Vorsorge wirbt.

Die Darmspiegelung ermöglicht eine umfassende Diagnose, zum Beispiel durch die Entnahme von Gewebeproben, und bietet gleichzeitig Therapiemöglichkeiten, wie das Abtragen von Polypen. Damit ist sie nach wie vor das beste und sicherste Vorsorgeinstrument, betont das Deutsche Grüne Kreuz. Die Spiegelung ist aber nur dann sinnvoll, wenn der Darm vorher gründlich gereinigt wurde. So kann der Arzt auch kleinste Veränderungen der Darmschleimhaut feststellen.

Die bisherigen Methoden der Darmreinigung waren sehr unangenehm und führten nicht selten zum Abbruch der Vorsorgeuntersuchung. Die Patientinnen und Patienten mussten vier Liter einer stark salzhaltigen Abführflüssigkeit trinken. Das bedeutete für viele eine große körperliche Belastung und führte häufig zu Übelkeit und Erbrechen. Andere Abführmittel schwächen den Körper durch starke Elektrolytverluste.

Inzwischen erleichtern moderne Trinklösungen die Darmreinigung erheblich. Die Trinkmenge ist mit zwei Litern auf die Hälfte reduziert und auf zwei Tage verteilt. Zusätzlich gestalten ein Zitronengeschmack und die enthaltenen Elektrolyte die Einnahme des Präparats angenehmer. Auch tagelange Diäten sind nicht mehr notwendig. „Eine regelmäßige Darmkrebsvorsorge ist somit leichter denn je”, so Dr. Ettlinger.

Patienten ohne familiäre Vorbelastung haben ab dem 51. Lebensjahr Anspruch auf eine Stuhluntersuchung zur Darmkrebsvorsorge. Ab dem 56. Lebensjahr übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine Darmspiegelung. In Verdachtsfällen, wie zum Beispiel bei erblicher Vorbelastung, werden die Kosten für die nötigen Untersuchungen grundsätzlich übernommen.

Weitere Informationen zu den Themen Darmkrebs und Darmkrebsvorsorge gibt es im Internet unter www.darmspezialisten.de, www.darmkrebs.de und www.moviprep.de

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