Zahl der an Schweinegrippe Erkrankten ist im Kreis Borken drastisch gestiegen

Wer sich gegen die neue Grippe impfen lassen möchte, aber nicht zu einer Risikogruppe gehört, sollte sich noch ein wenig gedulden. Das empfiehlt der Fachbereich Gesundheit des Kreises Borken. Über 22.000 Portionen des Impfstoffes sind bisher an die rund 130 Arztpraxen im Kreis Borken, die sich an der Aktion beteiligen, ausgeliefert worden. 6.500 weitere Impfdosen folgen in dieser Woche. „Die Nachfrage nach der Impfung ist so stark gestiegen, dass viele Ärzte mittlerweile Wartelisten führen", berichtet der Leiter des Fachbereichs Gesundheit, Dr. Gerhard Ettlinger.

Zahl der Erkrankten ist drastisch gestiegen

Für Gesunde bestehe kein Zeitdruck, betont Dr. Ettlinger. Die Neue Grippe verlaufe in der Regel sehr milde. „Menschen, die grundsätzlich gesund sind, brauchen sich nicht zu fürchten", erklärt der Mediziner. Seit Mitte Juli sind im Kreis Borken nachweislich 577 Bürgerinnen und Bürger an der Neuen Grippe erkrankt. In den vergangenen Wochen ist die Zahl drastisch angestiegen, vor zweieinhalb Wochen waren lediglich 140 Infektionen bekannt. Tatsächlich dürften noch deutlich mehr Menschen die Neue Grippe bereits hinter sich gebracht haben. „Viele zeigen kaum Anzeichen für die Erkrankung, einige merken sogar gar nichts von einer Infektion", so Dr. Ettlinger. Außerdem werden nur noch Menschen getestet, die einer Risikogruppe angehören und bei denen das Testergebnis damit Auswirkungen auf die Therapie hat.

Um eine Ansteckung mit dem Influenzavirus A H1/N1 zu vermeiden, empfiehlt der Fachbereich Gesundheit des Kreises nach wie vor, verstärkt auf die persönliche Hygiene zu achten. Dazu gehört, sich regelmäßig die Hände zu waschen, Einwegtaschentücher zu benutzen und häufig zu lüften. „Wer die ersten Anzeichen einer Grippe, wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, zeigt, sollte nicht zur Arbeit oder in die Schule gehen", erklärt Dr. Ettlinger. „Wer krank ist, bleibt zu Hause", lautet die Losung. Nach dem ersten fieberfreien Tag dürfen dann Arbeitsplatz, Schule oder Kindergarten wieder aufgesucht werden.

Mittlerweile sind die Ärzte nicht mehr verpflichtet, Verdachts- und Krankheitsfälle dem Kreis zu melden. Im Fachbereich Gesundheit laufen jetzt nur noch die Meldungen der Labore auf. Sie müssen nach wie vor jeden Influenza-A/H1N1-Nachweis mitteilen.



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