150 Mal Blut gespendet
Der Anholter Theo Gasseling hat 150 Mal Blut gespendet. (Foto: Frithjof Nowakewitz)

Genau 102 Männer und Frauen hatten sich für den Blutspendetermin am Montag (2.3.) im kath. Pfarrheim in Anholt angemeldet. „Hinzu kamen einige Personen, die ohne Anmeldung den Termin zur Blutspende nutzten. Dazu gehört in der Regel auch der Anholter Theo Gasseling. Am Montag wurde er nun für seine 150. Blutspende geehrt.

Theo Gasseling war allerdings nicht der Einzige, dem eine Ehrung zuteil wurde. Hinzu kamen Michael Hakvoort (125), Leo Bollwerk (100), Maria Schmeink (75), Ludger Tekaat (50), Simon Kleinherbers (50), Winfried Lehmkuhl (25) und Markus Schmitz (25).
Blutspender werden geehrt
Der Blutspendedienst des DRK-Ortsvereins Isselburg ehrt seine Jubiläumsspender. V.l. Sarah Schmidt (DRK), Angelika Nienhaus (DRK), Winfried Lehmkuhl, Markus Schmitz, Theo Gasseling, Maria Schmeink, Ludger Tekaat und Carina Bruns (DRK) (Foto: Frithjof Nowakewitz)

Arzt schickte Gasseling wieder nach Hause

„Eigentlich hätte Theo sein Jubiläum schon etwas früher feiern können, aber vor einigen Jahren hatte der Arzt ihn wegen eines schlechten Blutbildes wieder nach Hause geschickt“, erzählte Angelika Nienhaus, die beim DRK-Ortsverein für die Organisation der Blutspendetermine zuständig ist. Zudem meinte sie mit einem Lachen, dass der eifrige Blutspender über die Entscheidung des Arztes nicht sehr erfreut war. Angesprochen auf das Thema meinte Gasseling, dass das gut sein könne. „Das ist schon so lange her, dass weiß ich gar nicht mehr so genau“, meinte Theo Gasseling, der anmerkte, dass er erstmals 1972 während seiner Bundeswehrzeit Blut spendete. Am Montag erhielt er für die 150 Blutspenden nicht nur eine Urkunde, sondern zudem auch ein kleines Geschenk in Form eines Gutscheines. Vor der Ehrung war allerdings noch die Pflicht angesagt: Er spendete zum 151. Mal den obligatorischen halben Liter Blut.

„Wir brauchen mehr Spender“

Blut spenden kann jeder, der mindestens 18 Jahre alt ist. Eine altersbedingte Obergrenze gibt es seit der Änderung des Transfusionsgesetzes 2023 nicht. Solange man gesund und fit ist, darf man auch Blut spenden. Allgemein ist es so, dass Blutreserven knapp werden. Es werden also mehr Spender benötigt. Jeder sollte somit im Hinterkopf haben, selbst mal auf eine Bluttransfusion angewiesen zu sein. „Wir brauchen einfach mehr Spender“, machte auch Angelika Nienhaus deutlich. Aufgrund der Anmeldezahlen lässt sich ablesen, dass auch in Isselburg die Zahl der Spender rückläufig ist.

Acht Jubilare spendeten insgesamt 300 Liter Blut

Die acht Geehrten haben insgesamt genau 600 Mal Blut gespendet. Eine Spende umfasst einen halben Liter, was dann insgesamt, bezogen auf die sieben Männer und eine Frau 300 Liter macht. Festgelegt ist übrigens, dass Männer sechs Mal im Jahr spenden dürfen, Frauen jedoch nur vier Mal. Grund dafür ist, dass Frauen genetisch bedingt ein geringeres Blutvolumen und somit auch über niedrigere Eisenwerte als Männer verfügen.

DRK-Helfer gesucht
Das ehrenamtliche Helferteam des Isselburger Blutspendedienstes sucht dringend Verstärkung (©Frithjof Nowakewtz)

„Der Aufwand für die Blutspendetermine ist schon relativ hoch“, erklärte Angelika Nienhaus. Vom Beginn des Aufbaus bis zum Ende des Abbaus kommen Nienhaus zufolge schon mal rund sechs Stunden zusammen. „Am Montag waren wir mit insgesamt neun Personen im Einsatz, wobei das medizinische Team nicht mitgerechnet wird“, erzählte Angelika Nienhaus, die händeringend für ihre Position einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin sucht. „Es wäre wirklich schön, wenn sich dazu jemand bereiterklären würde“, meinte Nienhaus, die anmerkte, die Arbeit ja nicht ewig machen zu können, auch wenn sie „unheimlich viel Spaß macht“.