Ehrenamt
Die Heinz Trox-Stiftung mit ihrem Vorsitzenden Paul Schwarz (rechts) will das Ehrenamt in Isselburg fördern (Foto: Frithjof Nowakewitz)

Über drei Jahr lang – ab 2027 wird die Heinz Trox-Stiftung das Ehrenamt in Isselburg mit jeweils 50.000 Euro fördern. Für das Jahr 2026 stellt die Stiftung zudem 25.000 Euro zur Verfügung. Im einem heutigen Pressetermin (5.11.) stellten Bürgermeister Michael Carbanje und der Leiter der Stiftung, Paul Schwarz, das Projekt vor.

Ehrenamt ist Faktor der Gesellschaft

Unter dem Begriff „Ehrenamt verbindet Isselburg“ will die Stadt mit Unterstützung der Stiftung das ehrenamtliche Engagement gezielt stärken und zukunftsfähig machen. Dabei betont Bürgermeister Carbanje, dass man gemeinsam mit den Ehrenamtlichen herausfinden will, wie man sie langfristig unterstützen kann. Paul Schwarz betont, dass es der Stiftung ein zentrales Anliegen sei, die Gesellschaft und das Ehrenamt zu fördern. „Ehrenamt ist ein wesentlicher Faktor unserer Gesellschaft“, sagte Paul Schwarz. Immer öfter werde das Ehrenamt durch neue Verordnungen eingeschränkt. Ehrenamtliche hätten daher oftmals das Gefühl, allein gelassen zu werden. „Deshalb wird die Stiftung an den Orten, in denen sie aktiv ist, das Ehrenamt stärken.“

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Bürgermeister Michael Carbanje erklärte, dass es neben der finanziellen Förderung auch um praktische Unterstützung, den Austausch von Wissen und Kompetenzen, sowie eine bessere Zusammenarbeit zwischen Vereinen und Organisationen geht. Er betont, dass die Unterstützung der Heinz Trox-Stiftung nun die Möglichkeiten dazu schafft. „Wir können nun Dinge umsetzten, die bislang an der Finanzierung scheiterten.“ Mit insgesamt 175.000 Euro bis 2029 fördert die Heinz Trox-Stiftung das Projekt. „Sollte sich die Initiative tragen, kann die Förderung auch verlängert werden“, betonte Paul Schwarz.

Junge Menschen an das Ehrenamt heranführen

In erster Linie wird die Stadt für die Ehrenamtsinitiative zuständig sein. Neben Bürgermeister Carbanje und der städtischen Mitarbeiterin Selim-Monika Denecke wird auch die Traustandesbeamtin Jenna Meo in dem Projekt mitarbeiten. Wichtig sei es Meo zufolge, sich zu vernetzten. Vereine sollen mehr miteinander kommunizieren, um dadurch Wissen und Kompetenzen zu teilen. In Verbindung mit der Digitalisierung könnte dabei auch eine App sein, die die Möglichkeit bietet, gegenseitige Hilfsangebote oder eine Tauschbörse zu nutzen. Wichtig sei der Initiative zudem, dass auch jüngere Menschen an Vereine und das Ehrenamt herangeführt werden.

Für Jenna Meo ist nicht nur der finanzielle Aspekt wichtig, sondern auch die praktische Unterstützung für Vereinsmitglieder durch mögliche Workshops oder Seminare. Als einen wesentlichen Punkt stellte sie die Wertschätzung der Ehrenamtlichen heraus. Sei es durch besondere Veranstaltungen oder Ehrungen. Der erste Schritt dazu erfolgt am Samstag, 12. Dezember in der Bürgerhalle Herzebocholt mit einem „Tag des Ehrenamtes“. Die Einladungen will die Stadt in den nächsten Tagen verschicken. Zu Beginn ist ein Workshop für die Vereinsvorstände geplant. Ab 18 Uhr wird sich dann eine Feier für die Ehrenamtlichen anschließen.