Ehrungen beim DRK
Viele Rotkreuzler wurden für langjährige Mitgliedschaft geehrt (©Frithjof Nowakewitz)

Am vergangenen Samstag (24.10.) fand im DRK-Heim an der Adolf-Donders-Allee in Anholt die diesjährige Mitgliederversammlung des DRK-Ortsvereins Isselburg statt. Beim Jahresrückblick wurde deutlich, wie hoch der zeitliche Aufwand ist, den die Mitglieder des Ortsvereins in den verschiedenen Bereichen leisten.

3000 Stunden für das Ehrenamt

Ob in den Dienstabenden, den Sanitätsdiensten beim Tractor-Pulling, dem Karneval und der Kirmes in Bocholt und Rhede, den Konzerten des Blasorchesters in der Stadthalle oder den Martinszügen, überall ist der Ortsverein mit unterschiedlich vielen Rot-Kreuzlern vertreten. Ehrenamtlich natürlich. Allein im Bereich des Einsatzdienstes waren es 2025 Rot-Kreuz-Leiter Pascal Erkens zufolge rund 2.500 Stunden. „Darin sind die ungeplanten Einsatzstunden noch nicht enthalten, die in Summe sicherlich auch noch mal 500 Stunden ausmachen“, erklärte Erkens, der zudem betonte, dass darin die aufgewendeten Stunden des Blutspendedienstes nicht enthalten sind.

Ein wichtiger Baustein des Ortsvereins ist auch die Breitenausbildung. Hier stehen die „Erste-Hilfe-Kurse“ im Mittelpunkt. Wie Dietmar John-Peters berichtete, werden die Kurse für Jugendliche und Erwachsene angeboten. Den für den Erwerb des Führerscheins notwendige Rot-Kreuz-Kurs bietet der Ortsverein allerdings nicht an. „Das läuft meist über die Fahrschulen in Bocholt oder Rhede“, erklärte John-Peters.

Raumproblem

Jugendrotkreuzleiter Joachim Juttner hatte eine gute und eine schlechte Nachricht. „Eigentlich könnten wir einen weiteren Zuwachs im Jugendrotkreuz verzeichnen“, meinte Juttner. Aber eben nur eigentlich. Zum einen werden dafür weitere Gruppenleiter benötigt, andererseits liegt es auch an den beengten Räumlichkeiten, dass nicht mehr Kinder und Jugendliche aufgenommen werden können.. Aktuell verfügt das Jugendrotkreuz über sechs aktive Gruppenleiter und zwei freie Mitarbeiter. Joachim Juttner stellte die gute Zusammenarbeit mit der Jugendfeuerwehr Isselburg heraus, die einmal jährlich gemeinsam ein von Ursula Juttner organisiertes Zeltlager ausrichten.

Einen großen Aufwand betreibt auch die Blutspendeabteilung mit Leiterin Angelika Nienhaus (71). Im vergangenen Jahr gab es 34 Blutspendetermine – einer mehr als 2024. Insgesamt spendeten 3.318 Menschen Blut (3.298 in 2024). Darunter waren 181 Erstspender (229 in 2024). Für jeden Blutspendetermin sind Nienhaus zufolge durchschnittlich knapp acht Helfer notwendig. Mit Transport, Aufbau, Abbau und Rücktransport des ganzen Equipment kommen über das Jahr gesehen rund 1.000 Stunden zusammen.

25 Jahre beim DRK

25 Jahre beim DRK
Angelika Nienhaus (Mitte) ist seit 25 Jahre Mitglied beim DRK. Darüber freuen sich auch Dr. Stefanie Krause und Pascal Erkens (©Frithjof Nowakewitz)

Angelika Nienhaus ist nicht nur Leiterin des Blutspendedienstes, sondern auch die Schatzmeisterin des Ortsvereins. Diese Doppelfunktion soll, wenn es nach ihren Vorstellungen geht, im kommenden Jahr enden. Bei der Jahreshauptversammlung im Herbst 2027 stehen Vorstandswahlen an. Da soll dann möglichst auch ein neuer Schatzmeister oder eine Schatzmeisterin gewählt werden. „Aktuell werde ich in dem Bereich von Bianca Klein-Hesselink unterstützt“, erzählte die 71-jährige Wertherin.

Für ihre Doppelfunktion erhielt sie von der Ortsvereinsvorsitzenden Dr. Stefanie Krause ein ausdrückliches Dankeschön und den Beifall der Anwesenden. Damit aber nicht genug. Sie wurde im Rahmen der Mitgliederehrung auch für ihre 25-jährige Mitgliedschaft im DRK-Orstsverein Isselburg ausgezeichnet.

Weiter geehrt wurden Heike Möllmann (20 Jahre), Dr. Stefanie Krause (20), Stephanie Kappert (20), Debora Tenbült (15), Lisa-Marie John (15), Hedwig Hübers (15); Sophia Tembrink (10), Nicoletta John (10), Doris Bühs (10), Nina Üffing (5) und Tobias Kremere (5).

Blutspenden am 16. November

Den nächsten Blutspendetermin kündigte Angelika Nienhaus für den 16. November von 16 bis 20 Uhr im Kath. Pfarrheim in Anholt an. „Dann gibt es für jeden Erstspender eine kleine Überraschung“, meinte Nienhaus. Zudem wies sie darauf hin, dass sich jeder Spender über www.drk-blutspende.de anmelden sollte. Wer unangemeldet zur Blutspende kommt, muss mit Wartezeiten rechnen.